Putin nimmt Wodka-Markt in staatliche Hand
publiziert: Freitag, 22. Jul 2005 / 13:44 Uhr

Moskau - Alarmiert durch die steigende Zahl von Alkohol-Toten in Russland hat Präsident Wladimir Putin eine stärkere Wodka-Kontrolle bewilligt.

In Russland sterben 40 000 Menschen am Genuss von minderwertigem Wodka.
In Russland sterben 40 000 Menschen am Genuss von minderwertigem Wodka.
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Der Kremlchef unterzeichnete am Freitag ein entsprechendes Gesetz.

Dieses schreibt die Neuregistrierung aller Brennereien im Land vor. Putin hatte zuvor beklagt, in Russland stürben jährlich 40 000 Menschen durch den Genuss von minderwertigem Wodka. Experten sehen hinter dem Gesetz auch gezielte Interessen einzelner Wirtschaftskreise im Mutterland des Wodkas.

Schwarzbrenner vertreiben

Das zuvor von beiden Parlamentskammern verabschiedete Gesetz schreibt vor, dass Brennereien in Zukunft ein Stammkapital von umgerechnet mindestens 1,5 Mio. Euro aufweisen müssen. Damit sollen Kleinstbetriebe und Schwarzbrenner vom Markt vertrieben werden.

Nach Einschätzung des Leiters der russischen Gesundheitsbehörde, Gennadi Onischtschenko, verkürzt der Alkoholmissbrauch die durchschnittliche Lebenserwartung russischer Männer um fast 15 Jahre. "Unser Hauptproblem ist nicht die Qualität des Alkohols, sondern sein masslos hoher Verbrauch", sagt Onischtschenko.

Konkrete Interessen

Trotz aller Warnungen verzeichnen die Behörden einen Anstieg des Alkoholmissbrauchs. Wirtschaftsexperten sehen hinter dem neuen Alkoholgesetz konkrete Wirtschaftsinteressen.

Der jährliche Umsatz mit Hochprozentigem wird in Russland auf 7,5 Mrd. Euro geschätzt. Überall im Land produzieren unzählige Schwarzbrenner konkurrenzlos billigen Wodka. Etwa jede fünfte Flasche geht in Russland ohne Steuermarke über die Ladentheke.

(bsk/sda)

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