Putin setzt russischen Generalstaatsanwalt ab
publiziert: Freitag, 2. Jun 2006 / 14:45 Uhr

Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin hat den als Hardliner geltenden Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow entlassen. Analysten werteten den Schritt als taktischen Sieg für die moderaten Kräfte im Kreml.

Präsident Putin hatte in seiner Rede an die Nation erst kürzlich die mangelnden Erfolge bei der Bekämpfung der Korruption kritisiert.
Präsident Putin hatte in seiner Rede an die Nation erst kürzlich die mangelnden Erfolge bei der Bekämpfung der Korruption kritisiert.
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Ustinow spielte eine zentrale Rolle in dem Gerichtsverfahren gegen den Ex-Ölmagnaten Michail Chodorkowski und war eine der wichtigsten Figuren in Putins Kampagne gegen Verbrechen und Korruption.

Die Nachrichtenagentur Ria-Nowosti berichtete unter Berufung auf einen Kreml-Vertreter, die Amtsenthebung sei Teil umfassender Pläne Putins zur Umstrukturierung seines Machtapparats.

Der Präsident hatte in seiner Rede an die Nation erst kürzlich die mangelnden Erfolge bei der Bekämpfung der Korruption kritisiert und zahlreiche Mitarbeiter der Justizbehörden entlassen. Putin darf bei der 2008 anstehenden Präsidentenwahl nicht mehr antreten.

Im Wettstreit um die Nominierung eines möglichen Nachfolgers bringen sich im Kreml bereits jetzt die verschiedenen Fraktionen in Stellung. Beobachtern zufolge konkurrieren dabei eine Gruppe von Vertretern mit militärischem Hintergrund und liberalere Kräfte rund um den ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew.

(bsk/sda)

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