Putin und Juschtschenko versuchen Neuanfang
publiziert: Samstag, 19. Mrz 2005 / 19:09 Uhr

Kiew - Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach seiner politischen Niederlage im ukrainischen Wahlkampf erstmals Kiew besucht. Beim Treffen mit Viktor Juschtschenko trat Putin für eine Fortsetzung der engen russisch-ukrainischen Beziehungen ein.

Putin und Juschtschenko bemühen sich um gute Beziehungen.
Putin und Juschtschenko bemühen sich um gute Beziehungen.
Wir dürfen nicht hinter die erreichte Qualität der Beziehungen zurückfallen, mahnte Putin am Samstag. Beim versuchten Neuanfang nach dem bitteren Wahlstreit betonte sein ukrainischer Amtskollege Juschtschenko, zwischen Russland und der Ukraine bestehe eine alte strategische Partnerschaft.

Die beiden Präsidenten setzten eine von ihnen gemeinsam geleitete Kommission ein, die sich mit Fragen von Sicherheit, Aussenpolitik, Wirtschaft und humanitären Fragen befassen solle, teilte Juschtschenko mit.

Differenzen in der Wirtschaft

Putin forderte die Ukraine zur Zusammenarbeit in der noch unter Kutschma vereinbarten gemeinsamen Wirtschaftszone mit Russland, Weissrussland und Kasachstan (EEP) auf. Juschtschenko will in dem Wirtschaftspakt nur soweit mitarbeiten, wie es der beabsichtigten Integration in die Europäische Union (EU) nicht zuwiderläuft.

Die Vorstellung trügt, dass die EEP in die eine Richtung geht, die EU in die andere, sagte Putin indes bei einem Treffen mit der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Diese betonte das ukrainische Interesse an einem freien Handel mit den Ex-Sowjetrepubliken.

Moskau kämpfte für Janukowitsch

Timoschenko gilt in Moskau als ukrainische Nationalistin. Ausserdem hat die russische Justiz einen Haftbefehl gegen die frühere Unternehmerin erlassen, weil sie nicht zur Zeugenaussage in einem Bestechungsskandal erschienen war.

Moskau hatte sich 2004 massiv in den ukrainischen Wahlkampf eingemischt, um den an Russland orientierten Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch als Nachfolger von Staatschef Leonid Kutschma durchzusetzen.

Die Protestwelle gegen Wahlfälschungen brachte jedoch Oppositionsführer Juschtschenko an die Macht, der in Moskau wegen seiner prowestlichen Haltung in Verruf stand. Erste Schritte zur Überwindung des gegenseitigen Misstrauens hatten Putin und Juschtschenko im Januar in Moskau gemacht.

(mo/sda)

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