Ukraine
Putin verordnet Krim neue Verwaltung nach russischem Recht
publiziert: Sonntag, 23. Mrz 2014 / 11:38 Uhr
Putin hatte den Vertrag über die Aufnahme der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel in die Russische Föderation am Freitag besiegelt.
Putin hatte den Vertrag über die Aufnahme der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel in die Russische Föderation am Freitag besiegelt.

Moskau - Kremlchef Wladimir Putin hat für die Krim die Einführung neuer Verwaltungsstrukturen bis zum 29. März angeordnet. Die Polizei und der Zivilschutz, aber auch der Inlandsgeheimdienst FSB und andere Staatsorgane müssen nach russischem Recht errichtet werden.

10 Meldungen im Zusammenhang
Das geht aus einer am Sonntag vom Kreml veröffentlichten Anordnung hervor. Putin hatte den Vertrag über die Aufnahme der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel in die Russische Föderation am Freitag besiegelt.

Zuvor hatten Staatsduma und Föderationsrat das international nicht anerkannte Dokument ratifiziert. Die USA und die EU verhängten aus Protest Sanktionen gegen Russland.

An diesem Montag soll auf der Krim neben der ukrainischen Währung Griwna offiziell der Rubel als Zahlungsmittel eingeführt werden. Russland hat ausserdem die militärische Kontrolle auf der Krim.

Medien am Sitz der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol berichteten, dass nun auf dem ukrainischen Kriegsschiff «Slawutitsch» die neue Staatsflagge gehisst worden sei. Insgesamt waren von der unblutigen Machtübernahme mehr als 70 ukrainische Militäreinrichtungen und mehr als 30 Schiffe der Marine betroffen.

Ukrainischer Botschafter in Bern entlassen

Der ukrainische Botschafter in der Schweiz, Ihor Dir, wurde derweil am Samstag von der neuen Regierung in Kiew abgesetzt. Dir bestätigte gegenüber der Zeitung «Schweiz am Sonntag» entsprechende Medienberichte aus der Ukraine.

Man habe ihm mitgeteilt, dass seine Amtszeit beendet sei, sagte Dir. Er war seit Mai 2008 Botschafter in Bern. Die Entlassung wurde vom ukrainischen Übergangspräsidenten Alexander Turtschinow verfügt.

Neben Dir verlor am Samstag auch der ukrainische Botschafter in Saudi-Arabien sein Amt. Bereits am Donnerstag waren sechs weitere Vertreter der Ukraine im Ausland abgesetzt worden.

Mitglieder der ukrainischen Gemeinschaft in der Schweiz beschrieben die Absetzung des Botschafters gegenüber der «Schweiz am Sonntag» als Teil der Bewegung, die sie «Lustration» (Säuberung) nennen.

Es gehe darum, jene Personen aus dem Umfeld der gestürzten Regierung von Ex-Präsident Viktor Janukowitsch von Machtpositionen zu entfernen, denen Korruption und Nähe zu organisierter Kriminalität vorgeworfen würden. Dir selbst wies dies zurück und bezeichnete seine Entlassung als «normalen Vorgang».

(asu/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 8 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin hat erstmals eingeräumt, dem ... mehr lesen
«Ich sage es ganz offen: Janukowitsch hat darum gebeten, nach Russland gebracht zu werden, und wir haben dies getan», sagte Putin.
Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew. (Archivbild)
Simferopol/Kiew/Moskau - Russland hat einen teilweisen Abzug von Truppen nahe der Grenze zur Ukraine indirekt bestätigt. Ein Bataillon sei nach einer Übung aus der Region Rostow am ... mehr lesen
Simferopol - Russische Soldaten haben am Montag auf der Krim nach Angaben ... mehr lesen 3
Bewaffnete russische Soldaten haben die Marine-Basis der Krim besetzt. (Symbolbild)
Russische Truppen besetzen die ukrainische Militärbasis.
Kiew - Vor dem Krisentreffen der G7-Staaten zur Lage in der Ukraine hat Russland am Wochenende weitestgehend die militärische Kontrolle über die Krim übernommen. Nun wachsen Befürchtungen, ... mehr lesen
CNN-Today Mit Schwung hat Wladimir Putin ein ... mehr lesen
Putin lässt bisher «nur» in der Aussenpolitik seine Muskeln spielen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Russland will seine Präsenz auf der Krim ausweiten.(Archivbild)
Sewastopol - Russische Soldaten haben am Donnerstag drei Schiffe der ukrainischen Marine auf der Krim besetzt. Sie hätten die Korvette «Ternopol» gestürmt, die im Hafen von ... mehr lesen
Nowooserne/New York/Sewastopol - Moskau vollzieht die Annexion der Halbinsel Krim Schritt für Schritt. Noch vor dem endgültigen Anschluss der Krim baut Russland die militärische Kontrolle über die Schwarzmeer-Halbinsel aus. Prorussische Kräfte besetzten das Hauptquartier der ukrainischen Marine in Sewastopol. mehr lesen 
Auch Dir
Ein schönes Erwecken.Trotz Stromsparlampe.
Eine gute Tour auf dem Fahrrad quer durch China wünsch ich Dir.
An Kubra: Von den Kubraaisten habe ich noch nie gehört...
Lieber Kubra!!
Höchstwarscheinlich hast Du von meiner Partei auch nie Etwas gehört, aber das ist ganz einfach zu erklären: Die Machthaber, die sogenannte graue "Eminenzen", die Drahtzieher hinter alle heutige Regierungen, haben die weltweite, gewaltlose Revolution vom 15. Februar 1983 Mittagszeit, demokratische Gesetze und Menschenrechte tretend, durch ihre P26 brutal gestoppt und ein totaler Blackout der Mass-Medien, aufgezwungen!
Vielleicht wirdst Du Dich fragen warum gerade die P26 und nicht die normale Polizei? Weil die Mitglieder meiner Partei das grösste und älteste Tabu des Kapital-imperialistisches System, die interkontinentale, geheime nicht-verbale Kommunikation, frontal angegriffen haben! (Ja, jetzt wird es ernst!) Wenn wir die hypokritische, gar kriminelle Gesetze des heutiges System der sogenannte "Illuminati" abrogieren und durch ehrliche ersetzen, wird die globale Bevölkerung solch eine Sprach-Art unnötig finden!!
Hast Du Fragen? Bitte sehr!!
Ein schöner Tag (trotz "Illuminati" & Co.!) wünsche ich Dir!!
Renato
Keine Gewalt ist der
richtige Schritt, damit es kein russisches Recht braucht, wäre der Umkehrschluss.
So einen Blödsinn zu verzapfen, dazu braucht es schon sehr viel Naivität:
"Russischen Recht, damit es nicht zur Gewalt kommt und harmlose Journalistinnen (Anna Stepanova) wegen ihrer Meinung ermodet werden müssen, damit harmlose Mädchen, die einen etwas wilden und ungezogenen aber durchaus gewaltfreien Auftritt in einer Moschee, oder war es doch eher eine orthodoxe Kirche, hatten, ins Arbeitslager wie bei den Nationalsozialisten mussten. Ist das russisches Recht, dass man einen Geheimdienstler (Alexander Walterowitsch Litwinenko) beauftragt, einen Menschen (Boris Beresowski) zu ermorden?
Als sich Alexander Walterowitsch Litwinenko weigerte, dies zu tun, wurde er mit russischem Recht mit Strafverfahren verfolgt, bis er ins Ausland floh, wo er dann offenkundig unter russischem Recht mit Plutonium vergiftete wurde.
Ehrlich, russisches Recht scheint ein exrem vorbildliches Recht zu sein, das sollte nun auf der Krim wirklich für Gewaltfreiheit die rechte Medizin sein und für Ruhe und Ornung wie auf einem Friedhof sorgen. Oh, weia!
Gesegnet ist, wer nie in die Einflussphäre russischen Rechts gerät! Freiheit für die Krim!! Russisches Recht zum Teufel!!
Danke. Auch Dir
alles Gute.Meld Dich mal, wenn Du auf dem Fahrradtrip ein Internetcafe findest.

Kubra

Parteivorsitzender und Kassenwart a.I. der Kubraaisten
Antwort an Kubra: Wo ist Korruption nicht anzutreffen im heutigen Kapital-imperialistisches System?
Deswegen brauchen wir alle die gerechte globale Regierung der ACP/RD (für: Anarcho-Communist Party / Renatoist DIANAist).
Alles Gute!!
Renato
Ach ja
wollt ich doch noch erwähnen.
Als ich das letzte Mal in Moskau war, war ich nicht sicher, ob ich, wie viele, an einem Tanklastwagen, den die Polizei gestoppt hatte, tanken sollte.
Die Polizisten verkauften das Benzin zu echt günstigem Preis.
Schon 'ne Weile her zugegeben.
Ich hoffe, die Saläre der Polizisten sind unterdessen hoch genug, um in der höheren Form der Korruption angekommen zu sein.
Das würde das Leben der weniger begüterten Menschen reibungsärmer gestalten.
Das sagten
die Sozialisten nationaler Ausprägung schon einmal, als sie das Sudetenland etc übernommen und den II.Weltkrieg begonnen hatten.
Selbstinszenierte Aufstände mithilfe staatlicher Propaganda, um nachher für Ruhe zu sorgen.
Die Geschichte wiederholt sich.

Bin gespannt, ob die Ukrainer am 25. Mai wirklich friedlich ihr Parlament wählen "dürfen", oder ob sie Russland unter Putin vorher in den Krieg zwingt.

Das ist auch der Tag, an die Krim als Teil der Ukraine in regulären Wahlen frei hätte wählen können.
Wenn nicht eben das ach so allmächtige Russland vorher Fakten geschaffen hätte und jetzt auch russisches Recht auf die neue Provinz drückt.

Wenn die russischen Truppen, die an der Grenze seit Wochen im Kriegsmodus üben, bis Moldavien durchmarschiert sind, wird wieder jemand kommen und sagen.

Russisches Recht ist jetzt das einzige, was Gewalt verhindert.

Die baltischen Länder sind sehr froh, dass sie dieses Recht losgeworden sind.
Auch die Polen haben wenig Lust, in der Sovietzone unter russischem Recht aufzuwachen.

Algemein sollte es doch auch dem dümmsten Russen unterdessen aufgefallen sein, dass die Länder, die schon einmal das "Vergnügen" hatten, unter russisches Recht zu fallen, so ziemlich alles tun und geben, um nicht in diesen Zustand der Usurpation und Korruption zurück zu fallen.
Russisches Recht für die Krim, ist der richtige Schritt.
Damit es zu keiner Gewalt kommt.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die ... mehr lesen   1
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 3°C 14°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Basel 6°C 14°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 5°C 11°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass freundlich
Bern 4°C 14°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Luzern 4°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
Genf 5°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Lugano 5°C 14°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten