Quellensteuer für Ausländer wird geprüft
publiziert: Montag, 26. Okt 2009 / 14:18 Uhr

Zürich - Der Zürcher Regierungsrat soll prüfen, ob die Vermögen von Ausländern im Kanton Zürich künftig mit einer Quellensteuer belastet werden können. Der Kantonsrat hat mit 108 zu 59 Stimmen ein dringliches FDP-Postulat überwiesen.

Blick auf das Rathaus in Zürich.
Blick auf das Rathaus in Zürich.
1 Meldung im Zusammenhang
SVP und mehrheitlich auch Grüne und EVP unterstützten den Vorstoss, den die Freisinnigen als Reaktion auf die zunehmende Kritik aus dem Ausland am Finanzplatz Schweiz eingebracht hatten. Er sieht vor, dass die Banken auf die Vermögen ihrer ausländischen Kunden eine sogenannte Quellensteuer erheben und diese anonym an deren Heimatländer überweisen.

Mit dem neuen Steuersystem könne der Finanzplatz Zürich aus der Schusslinie der Kritik genommen und das Bankkundengeheimnis gesichert werden, sagte ein FDP-Sprecher. Weil die Vermögenssteuer kantonal geregelt sei, wäre der Vorschlag auch mit dem übergeordneten Bundesrecht vereinbar, argumentierte er.

Dass die Grünen der FDP Schützenhilfe leisteten, habe nichts mit «blindem Hinterherrennen» zu tun, sagte ihr Sprecher. Man wolle einfach genauer wissen, was der Regierungsrat in dieser Frage zu tun gedenke.

Kritik von SP und CVP

Der Regierungsrat sei definitiv die falsche Adresse für dieses Anliegen, hielt die SP-Sprecherin dagegen. Mit Bundesrecht sei dieses jedenfalls nicht vereinbar. Die CVP kritisierte das Postulat als «pures Marketing». Für den Kanton bestehe kein Handlungsbedarf.

Auch Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) erinnerte daran, dass die von den Postulanten geforderte Quellenbesteuerung im Kanton Zürich nur durch eine Änderung des Bundesrechts erreicht werden könnte. Die Thematik sei zwar interessant, doch entscheiden könne der Kanton in dieser Sache nicht.

(ht/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Die Lösung im Streit um ... mehr lesen
Bundespräsident Hans-Rudolf Merz nahm an einem EFTA-Treffen teil.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
In den vergangenen Jahre haben von knapp 500'000 Einkommensmillionären nur 12'000 pro Jahr den Bundesstaat gewechselt.
In den vergangenen Jahre haben von knapp 500'000 Einkommensmillionären nur ...
Falsche Sichtweise  Selbst wenn sie hohe Steuerabgaben leisten müssen, leben reiche Amerikaner grösstenteils weiter in ihren angestammten Bundesstaaten und ziehen nicht in eine andere US-Region mit günstigeren Steuerbedingungen. mehr lesen 
Gotthard steht im Zentrum  Bern - In Bern beginnt heute Montag die Sommersession der eidgenössischen Räte. In der ersten Woche ... mehr lesen  
In den nächsten drei Wochen wird im Bundeshaus wieder fleissig politisiert. (Archivbild)
Ständerat und kleine Kammer kommen zu keinem gemeinsamen Nenner.
Unternehmenssteuerreform  Bern - Zu Beginn der Sommersession am Montagnachmittag beugt sich der Ständerat zum zweiten Mal über die Unternehmenssteuerreform III. Von einer Einigung sind die Räte ... mehr lesen  
Etschmayer Im Juni kommt das kommunistisch-anarchische Projekt des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) zur Abstimmung. Eine Vorlage, die bei einer Annahme die ... mehr lesen  
Für Schwarzarbeit Beraterrechnung von den Cayman-Islands: Die BBF macht es möglich!
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -2°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Basel 2°C 7°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen Schneeregenschauer
St. Gallen -1°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Bern -2°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Luzern 0°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Genf 1°C 6°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Lugano 3°C 7°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten