RAI-Journalisten streiken gegen Berlusconi
publiziert: Freitag, 9. Mai 2003 / 08:34 Uhr

Rom - Ein Bericht der RAI-Tagesschau TG3 über den Korruptionsprozess, bei dem der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi auf der Angeklagtenbank sitzt, sorgt für verschärfte Spannungen in Rom.

Die Hauptnachrichtensendung TG3 auf RAI.
Die Hauptnachrichtensendung TG3 auf RAI.
Der Bericht über Berlusconis Auftritt als Zeuge vor dem Mailänder Gericht am Montag hatte beim Regierungschef Empörung ausgelöst, weil TG3 lang einen Bürger gefilmt hatte, der im Gerichtssaal den Premier beschimpfte.

Du wirst wie (der ehemalige rumänische Diktator Nikolai) Ceausescu enden, hatte der Mann geschrien. Berichtet wurde im Detail auch über die Vorwürfe gegen Berlusconi, dem Richterbestechung vorgeworfen wird.

Berlusconi hatte TG3 wegen des Berichts kritisiert und der Redaktion vorgeworfen, ihm politisch schaden zu wollen. Am Donnerstag wurde die Redaktion von zwei RAI-Inspektoren besucht, die eine interne Untersuchung über den umstrittenen Bericht einleiten werden.

Die Inspektoren haben den Chefredaktor und die Verfasser des Berichts befragt. Wir stehen vor einer Einschüchterungsaktion und einer gravierenden Attacke gegen die Pressefreiheit in Italien, schimpfte der Verband der RAI-Journalisten. Aus Protest gegen die Inspektion treten die Journalisten von TG3 am Freitag in den Streik.

Die Untersuchung wegen des Berichts über den Berlusconi-Prozess löste hitzige Reaktionen im politischen Rom aus. Die Redaktionen aller grossen Tageszeitungen und Tagesschauen solidarisierten sich mit den Kollegen von TG3.

Berlusconi will ein Regime aufbauen und die Medien unter seine Kontrolle bringen, warnte der Ex-Star-Ermittler, Antonio Di Pietro, der als erster 1994 Korruptionsermittlungen gegen Berlusconi eingeleitet und damit für Aufruhr gesorgt hatte.

Berlusconi versucht die italienischen Journalisten einzuschüchtern. Er zeigt somit deutlich, wie ´liberal´ er ist, betonte der Oppositionsvertreter Sergio Cofferati.

Er forderte die neue RAI-Chefin Lucia Annunziata auf, eine Erklärung über die Inspektion zu geben. Parlamentarier der oppositionellen Linksdemokraten warnten vor einer Zensur nach dem Muster des faschistischen Regimes.

(fest/sda)

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