Neue Pläne für Umgestaltung der Rekrutenschule
RS soll kompakter und wirtschaftsfreundlicher werden
publiziert: Montag, 7. Feb 2000 / 15:25 Uhr

Bern - Die künftigen Rekrutenschulen werden sich noch stärker an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren. Zeitsoldaten und Durchdiener sollen gemäss VBS-Plänen die Ausbildung professionalisieren.

Bundesrat Adolf Ogi will das Projekt Armee XXI ab dem Jahr 2003 umsetzten. Einzelne Neuerungen werden bereits jetzt in Pilotversuchen getestet. So sind am Montag neben 10 000 Rekruten auch 95 Zeitsoldaten eingerückt, die einen Ausbildungsdienst auf vertraglich befristeter Basis leisten.
Zeitsoldaten haben ihren Grad bereits abverdient. Sie betätigen sich neben ihrer eigentlichen Dienstpflicht als militärische Ausbildner. «Militär als Beruf» nennt Jean-Luc Piller, Informationschef des Heeres, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda diese Form des Dienstes.

Pilotversuch mit Durchdienern
Für das kommende Jahr ist zudem ein Pilotversuch mit Soldaten geplant, die ihre 300-tägige Dienstzeit freiwillig am Stück leisten wollen. Nach einer sechsmonatigen Grundausbildung folgt die Dienstleistung ohne Unterbrechung, etwa in Form von Friedensdienst im Ausland.
Die Dienstpflicht soll grundsätzlich gestrafft werden. Das Ziel sei, dass man seine Pflicht mit etwa 30-35 Jahren erfüllt habe. Deshalb diskutiere man heute ein Modell mit sechsmonatiger Rekrutenschule und sechs WKs im Jahresrhythmus.

Führen, nicht bloss ausbilden Piller betont, wie vorteilhaft ein solches Modell auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnitten sei. Professionalisiert werden soll ebenfalls die Ausbildung innerhalb der Rekrutenschulen. Bisher würden Lehrlinge von Lehrlingen ausgebildet. Dies müsse sich in Zukunft ändern.
In der Armee XXI würden die Rekruten zunächst von Zeitsoldaten ausgebildet. Die frischgebackenen Unteroffiziere und Offiziere stossen erst im späteren Verlauf der RS zur Truppe. «Die Kader müssen vermehrt Führungs- und nicht bloss Ausbildungsaufnahmen übernehmen», sagt Piller.

Primat der Politik
Piller weist jedoch darauf hin, dass momentan noch keine definitiven Entscheide getroffen seien. Es gelte, verschiedene Szenarien und Arbeitshypothesen zu entwerfen und diese in Pilotversuchen auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen. Betont wird zudem das Primat der Politik.

Mit der Teilrevision des Militärgesetzes, der Volksabstimmung über die Umverteilungsinitiative und einem allfälligen Referendum gegen die Bewaffnung von Friedenssoldaten, stehen wichtige Entscheide an. Sie alle haben ihren Einfluss auf die Gestaltung der RS. Piller meint: «Die Ausbildung ist das letzte Glied der Kette.» Notiz: In der Meldung bsd085 wurde im ersten Abschnitt nach dem Lead ein Tippfehler berichtigt. Im ersten Satz heisst es richtig «Armee XXI» statt falsch «Armee XII».

(klei/sda)

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