RUAG-Chef will Bundesanteil auf einen Drittel reduzieren
publiziert: Samstag, 28. Jul 2007 / 12:22 Uhr / aktualisiert: Samstag, 28. Jul 2007 / 13:02 Uhr

Zürich - Der Konzernchef des bundeseigenen Rüstungs- und Technologiekonzerns RUAG, Toni Wicki, will den Anteil des Bundes am Unternehmen auf einen Drittel reduzieren. Nur mit geöffnetem Aktionariat sei eine organische Weiterentwicklung möglich.

Toni J. Wicki sieht die Ruag durch die Bundbeteiligung in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt.
Toni J. Wicki sieht die Ruag durch die Bundbeteiligung in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt.
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«Wenn wir den Bund weiter als Alleinaktionär haben, besteht die Gefahr, dass aufgrund parlamentarischer Anfragen immer mehr Restriktionen in die Eignerstrategie einfliessen, die die Entwicklung hemmen», sagte Wicki in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft».

Der Bund solle eine Sperrminorität von einem Drittel erhalten, da die Eidgenossenschaft mit der Versorgung der Armee grosse Interessen an der RUAG habe. Ein weiteres Drittel an der RUAG soll nach den Vorstellungen Wickis von industriellen Schweizer Investoren gehalten werden und ein Drittel von Publikumsaktionären.

Erfüllung des verteidigungspolitischen Auftrages

Der Bundesrat hatte im Frühling in seiner Eignerstrategie für 2007 bis 2010 ausdrücklich auf die Öffnung des Aktionariats verzichtet. Die Rüstungsunternehmen des Bundes seien für die Erfüllung des verteidigungspolitischen Auftrages von Bedeutung, hatte die Landesregierung ihren Entscheid begründet.

Im ersten Semester 2007 habe RUAG den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwas gesteigert, sagte Wicki. «Das Ergebnis liegt noch leicht unter dem Vorjahr.» Es sei belastet durch Kosten für die Integration von Tochterunternehmen. Die Ertragszahlen für das erste Semester würden aber schwarz ausfallen.

(fest/sda)

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