Prozessauftakt
«Rachemord» in St. Galler Moschee vor Gericht
publiziert: Donnerstag, 26. Mai 2016 / 11:11 Uhr
Laut Anklage handelte es sich um einen Racheakt.
Laut Anklage handelte es sich um einen Racheakt.

St. Gallen - Ein 53-jähriger Serbe steht am Donnerstag wegen eines Tötungsdelikts in einer St. Galler Moschee vor Gericht. Er soll im August 2014 einen betenden Mann erschossen haben, um seinen Bruder zu rächen. Die Anklage verlangt wegen Mordes eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren.

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Die Verhandlung des Kreisgerichts St. Gallen wurde aufgrund des grossen Medieninteresses in den Kantonsgerichtssaal verlegt. Die Polizei war mit einem grossen Sicherheitsaufgebot vor Ort.

Am 22. August 2014 besuchte ein 51-jähriger Schweizer das Freitagsgebet in der Moschee «El-Hidaje Islamische Gemeinschaft» in St. Gallen-Winkeln. Kurz nach Beginn des zweiten Gebetsteils näherte sich der Angeklagte dem Betenden und feuerte sieben Schüsse auf den vor ihm knienden Mann ab.

Täter geständig

Die Schussverletzungen führten beim 51-Jährigen sofort zum Tod. Nach der Tat liess sich der Schütze beim Eingang der Moschee von der Polizei festnehmen. Der 53-Jährige ist laut Staatsanwaltschaft grundsätzlich geständig. Wegen Mordes und mehrfacher Gefährdung des Lebens soll er mit einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren bestraft werden.

Laut Anklage wollte der Beschuldigte seinen Bruder rächen. Dieser war vor 19 Jahren in Walenstadt bei einem Streit zwischen drei albanisch-stämmigen Männern - dem Angeklagten, dessen Bruder und dem späteren Opfer - erstochen worden. Der mutmassliche Täter wurde damals wegen Notwehr freigesprochen.

(bert/sda)

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