Rundfahrten
Rad: Alex Zülle weiterhin Leader der Vuelta
publiziert: Montag, 28. Aug 2000 / 18:06 Uhr / aktualisiert: Montag, 28. Aug 2000 / 18:54 Uhr

Montoro - In der Spanien-Rundfahrt trägt Alex Zülle weiterhin das Leadertrikot. Der bislang wenig bekannte Holländer Jan Koerts entschied die 3. Etappe der Spanien-Rundfahrt von Montoro nach Valdepeñas im Massensprint für sich. Der Fahrer aus der Farm-Frites-Equipe verwies nach einem ereignislosen Tag den Italiener Alessandro Petacchi und den Tschechen Jan Svorada auf die nächsten Plätze.

Auf der mit 198,4 km längsten Etappe der diesjährigen Spanien- Rundfahrt verbrachte Zülle einen ruhigen Tag. Der Schweizer verteidigte seine Leaderposition trotz verschiedener Bonifikationssprints ohne Schwierigkeiten und nimmt seinen dritten Tag im goldenen Leadertrikot in Angriff. Der 32-jährige Ostschweizer führt weiterhin zwei Sekunden vor dem Spanier Abraham Olano. Dritter bleibt der Tscheche Jan Hruska mit vier Sekunden Rückstand. Die Entscheidung um den Tagessieg fiel zum zweiten Mal in Folge im Sprint des gesamten Feldes. Doch im Gegensatz zu Cordoba, als Weltmeister Oscar Freire die Sprinter narrte, setzte sich dieses Mal wenigstens mit Jans Koerts ein Sprintspezialist durch. Der Holländer, am Vortag noch von Freire geschlagen, erzielte in der kastilischen Weinmetropole Valdepeñas seinen dritten Saisonsieg und zugleich den wichtigsten seiner neunjährigen Profikarriere. Zuvor hatte Koerts in diesem Jahr unter anderem eine Etappe der 3 Tage von La Panne im Sprint gewonnen. In der Tour de France musste er nach der 8. Etappe wegen Zeitüberschreitung die Heimreise antreten. Vergangenes Jahr zählte Koerts, der vor fünf Tagen seinen 31. Geburtstag feierte, mit 16 Erfolgen zu den erfolgreichsten Rennfahrern überhaupt. Allerdings kam er vorwiegend in unbedeutenden Rennen der Benelux-Region zu seinen Siegen. Bei Temperaturen von zeitweise an die 40 Grad Celsius legte das Feld von Beginn weg eine langsame Gangart ein. So wurde die erste Rennstunde mit bescheidenen 26,5 km/h zurückgelegt und selbst im Ziel betrug der Rückstand auf die langsamste Marschtabelle immer noch gut eine Viertelstunde. Diese für die meisten Fahrer ungewohnte Hitze führte vor allem bei den Mannschaftshelfern zu zusätzlicher Arbeit. Der Flüssigkeitsbedarf pro Fahrer betrug gegen acht Liter oder umgerechnet 24 gefüllte Wasserflaschen. Somit mussten die Wasserträger eines jeden Teams über 200 Bidons vom Mannschaftswagen zu den Mannschaftskollegen transportieren. Auf der weitgehend ereignislosen Etappe sorgte der spanische Aussenseiter Ruben Oarbeskoa für den einzigen nennenswerten Ausreissversuch. Der baskische Neoprofi aus der portugiesischen GS- 2-Mannschaft La-Pecol fuhr während 50 km mit bis zu drei Minuten Vorsprung an der Spitze. 26 km vor dem Ziel wurde der 25-Jährige aber vom Feld, in dem die Sprinterteams für Tempo sorgten, wieder eingeholt. Von den sechs gestarteten Schweizern setzte sich Laurent Dufaux erstmals kurz in Szene. Der Waadtländer, vor neun Tagen noch überraschender Sieger der Meisterschaft von Zürich, traversierte nach 79 km den Puerto de Niefla, eine Bergpreiswertung der dritten Kategorie, als Erster vor dem Spanier Eladio Jiménez und dem Franzosen Laurent Brochard. «Ich habe den Sprint nicht wegen den sechs Bonifikationssekunden gewinnen wollen. Es war für mich lediglich ein Test gewesen», so Dufaux, der sich für den weiteren V erlauf der Vuelta sehr zuversichtlich zeigt. Weniger glücklich als Dufaux war indes sein Teamkamerad Mario Cipollini. Der Italiener, der in seiner so erfolgreichen Karriere unter anderem 12 Tour-de-France- und 30 Giro-Etappen für sich entschieden hatte, wartet immer noch auf seinen ersten Vuelta-Sie g. Nach einem achten Platz in Cordoba enttäusche Super-Mario gestern erneut. Der Italiener wurde im Sprint lediglich 21. «Ich bin noch weit von meiner Bestform weg», eklärte Cipollini, der nach einem Trainingssturz im Juni eine längere Pause einlegen und auf die Tour de France verzichten musste. Eine weitere Gelegenheit bietet sich dem Italiener heute Dienstag, wenn zwischen Valdepeñas und Albacete (159 km) eine weitere Etappe für die Sprinter auf dem Programm steht.

(sda)

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