Rad: Dufaux Gesamtzweiter der Tour de Romandie
publiziert: Sonntag, 4. Mai 2003 / 18:04 Uhr

Mit einer überragenden Leistung im abschliessenden Zeitfahren hat Tyler Hamilton die 57. Tour de Romandie für sich entschieden. Der US-Amerikaner verwies Laurent Dufaux und Francisco Perez (Sp) auf die anderen beiden Plätze des Podiums.

Laurent Dufaux auf der Tour de Romandie.
Laurent Dufaux auf der Tour de Romandie.
Seit dem letzten November hatten Tyler Hamilton und seine Sportgruppe CSC darauf gesetzt, in den Ardennen und in der Tour de Romandie zu glänzen. Der Teamcaptain verwirklichte beide Ziele innert acht Tagen. Zuerst glückte Hamilton der Triumph in Lüttich - Bastogne - Lüttich. Dann setzte sich der US-Amerikaner dank seiner Ausgeglichenheit und seiner Stürke in der Prüfung gegen die Uhr im Etappenrennen in der Westschweiz durch. In der Siegerliste der Tour de Romandie figurierte bis anhin erst ein US-Profi: Andrew Hampsten 1992.

43 Sekunden Rückstand im Gesamtklassement vor der Prüfung gegen die Uhr stellten für Tyler Hamilton kein unüberwindbares Handicap dar. Auf den 20,4 km in Lausanne mit der überaus steilen Steigung in der Altstadt deklassierte er die Spezialisten um 41 Sekunden und seine Gegner um noch mehr. "Ich kann nicht sagen, wie glücklich ich bin. Ich wäre auch mit einer Klassierung unter den ersten Fünf zufrieden gewesen", sagte Hamilton, der sich nun Erholung gönnt und dann die Vorbereitungen auf die Tour de France in Angriff nimmt.

Letztes Jahr hatte Laurent Dufaux in der Tour de Suisse das abschliessende Zeitfahren als Gesamtzweiter in Angriff genommen und die Rundfahrt nach einer mittelmässigen Leistung als Vierter beendet. Ähnliches sollte sich in der Tour de Romandie nicht wiederholen. Der Westschweizer wartete in seiner engeren Heimat mit einem starken Auftritt auf, mit dem er sich den 2. Schlussrang sicherte. Am Samstag hatte Dufaux allerdings in den Steigungen seines Trainingsgeländes etwelche Schwierigkeiten bekundet, was ihm das Leadertrikot kostete.

Das Prinzip Hoffnung

Mit drei Teamleadern war Phonak in diese Tour de Romandie gestartet, welche die letzte Gelegenheit darstellte, sich den Tour-de-France-Selektionären mit Siegen in Erinnerung zu rufen. Alex Zülle vermochte die hohen Erwartungen nicht zu erfüllen, was nach dem Wirbel um das Team Coast und seinen Wechsel zu Phonak sowie einer Bronchitis verständlich ist. Weniger verständlich bleibt angesichts dieser Vorgaben, weshalb dem Ostschweizer zugetraut wurde, mit den Besten mithalten zu können. Zülle dürfte allerdings mit seinem 2. Platz im Zeitfahren Selbstvertrauen getankt haben.

Oscar Pereiro trat nie in Erscheinung. Immerhin gab es den Schweizer Meister Alexandre Moos, der in seiner Heimat überzeugte, gleichzeitig aber auch durchblicken liess, dass er zu wenig Unterstützung erhalten habe. Martin Elmiger bot sich in Lucens die Gelegenheit zu einem Etappensieg, den der Zuger gegen Juri Kriwtsow (Ukr) allerdings vergab.

So blieb der angestrebte Erfolg aus. Bis zur Bekanntgabe der Tour-Selektion am 19. Mai basiert beim Daueroptimisten Andy Rihs, dem Hauptsponsor, alles auf dem Prinzip Hoffnung. Aber vielleicht stellt sich der Radsport-Begeisterte in einem ruhigen Moment einmal die Frage, ob in seiner Profitruppe noch alle Fahrer ihren Platz haben.

Francisco Perez´ Revanche

Francisco Perez, der am Freitag in Leukerbad fehlgeleitet und nachträglich von der Jury auf den 1. Platz gesetzt worden war, hatte sich am Samstag für sein Pech revanchiert. Nachdem er schon im Verlaufe der Etappe mit seinen Kräften grosszügig umgegangen war, setzte Perez im Aufstieg nach Les Paccots zu einem Vorstoss an, dem keiner der Gegner gewachsen war.

Der 24 Jahre alte Spanier bescherte seinem mit bescheidenen Mitteln ausgestatteten Milaneza-Team mit diesem 1. Platz und der Übernahme der Führung im Gesamtklassement eines der wertvollsten Resultate dieser Saison. Nach der beinahe schon beängstigend starken Vorstellung von Fabian Jeker und seinem Teamkollegen der portugiesischen Formation rückte das Zeitfahren die Verhältnisse in ein etwas anderes Licht. Perez & Cie büssten für ihre Efforts der Vortage.

(Toni Nötzli/Si)

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