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Radio ist mobiles Medium Nummer eins
publiziert: Montag, 21. Jun 2010 / 16:29 Uhr

Bielefeld - Radio hat bei der mobilen Mediennutzung die Nase vorn. Es ist das meistgenutzte elektronische Medium ausser Haus, wie eine aktuelle Studie von TNS Emnid zeigt.

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73 Prozent der jungen Nutzer haben etwa Lust auf mehr Radio «to go».
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2 Meldungen im Zusammenhang
Neben dem Empfang über das klassische Autoradio spielen vor allem bei jüngeren Zielgruppen MP3-Player und Handys eine Rolle. Auch Audioportale wie iTunes und Last.fm werden von den Jungen ähnlich wie Radio stärker über das Handy als beispielsweise via Notebook genutzt.

In Sachen Online-Video sind Notebooks unterwegs allerdings - wenig überraschend - die Nummer eins, wenn es um YouTube und Co geht. Ferngesehen wird jedoch mobil noch relativ wenig. Insgesamt würden 20 Prozent der mobilen Nutzer unter 30 Jahren unterwegs gerne noch mehr via Handy surfen, doch meist sprechen zu hohe Kosten dagegen.

Bleibt Autoradio Nummer eins?

Derzeit ist das Autoradio bei der mobilen Radionutzung die klare Nummer eins, auch in den jungen Zielgruppen - 71 Prozent hören Radio ausser Haus über das Autoradio. Dahinter folgt der MP3-Player mit 30 Prozent und Platz drei geht an das Handy mit 20 Prozent. «Interessant zu sehen wird sein, inwiefern die Autoradionutzung mit der zunehmenden Nutzung über andere mobile Geräte abnimmt», sagt Jan Peter Glootz, Senior Research Consultant bei TNS Emnid Medienforschung, im Gespräch mit pressetext. In Kürze sollen auch dazu konkrete Ergebnisse vorgelegt werden.

Obwohl iPhone und Co immer populärer werden, sticht der Laptop die Smartphones bei der mobilen Videonutzung weiterhin klar aus. Deutlich ist auch, dass das Radio weiter den Spitzenplatz bei der mobilen Mediennutzung inne hat und nicht von neuen digitalen Angeboten verdrängt wird. Vielmehr wird das Medium laut TNS noch an mehr Orte mitgenommen.

«Streams von Internetportalen können etwa lokalen Radiosendern noch nicht das Wasser reichen. Sie sind beim mobilen Audiokonsum im Verhältnis noch kaum relevant», so Glootz gegenüber pressetext. Die Streamingangebote seien noch weit davon entfernt, klassischen Sendern echte Konkurrenz zu machen. Insgesamt hören heute 82 Prozent der Deutschen unterwegs Radio. In der jungen Zielgruppe der unter 30-Jährigen sind es sogar 91 Prozent.

Lust auf mehr

Das Potenzial der mobilen Medien ist noch lange nicht ausgeschöpft, auch das macht die Untersuchung deutlich. 73 Prozent der jungen Nutzer haben etwa Lust auf mehr Radio «to go». 45 Prozent wünschen sich mehr Audioportale und mobiles TV. «Die Ergebnisse zeigen vor allem bei den akustischen Medien einen verstärkten Wunsch nach mehr mobiler Nutzung via Handy», sagt Glootz. Bei TV-Angeboten liege das Mobiltelefon mit dem mobilen Computer ungefähr gleich auf - hier spielen Display-Grösse und Auflösung eine entscheidende Rolle. «Man darf daher gespannt sein, inwieweit das iPad hier die Entwicklung weitertreiben kann», ergänzt Glootz.

(fkl/pte)

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