Radiohead: Fans entscheiden Albumpreis selbst
publiziert: Montag, 1. Okt 2007 / 22:33 Uhr / aktualisiert: Montag, 1. Okt 2007 / 23:09 Uhr

London - Mit einem ungewöhnlichen Rezept geht die britische Erfolgsband Radiohead an den Verkauf ihres neuen Studioalbums «In Rainbows» heran. Ab dem 10. Oktober können Fans zunächst eine digitale Version herunterladen.

Wie die Preisgestaltung über das Internet funktioniert, kann man ab dem 10. Oktober testen.
Wie die Preisgestaltung über das Internet funktioniert, kann man ab dem 10. Oktober testen.
10 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
RadioheadRadiohead
Der Clou: Die Käufer können den Preis selbst bestimmen. «Es hängt von euch ab», heisst es dazu auf der Website. Mit dieser Massnahme wolle Radiohead Theorien über die Preisgestaltung beim Onlinekauf testen, berichtet das Wall Street Journal.

Auf dem Prüfstand steht etwa die Annahme, dass Fans einen fairen Preis für einen Download zahlen würden, wenn man ihnen die Freiheit lässt, selbst darüber zu entscheiden.

«Die Band wird sich schon darüber bewusst sein, dass es viele Leuten geben wird, die das Album für nur einen Euro herunterladen», meint Udo Raaf, Geschäftsführer des Musikportals Tonspion.

Das Prinzip wird Nachahmer finden

Allerdings entstünden auch kaum nennenswerte Herstellungskosten. Die Werbewirksamkeit der Aktion könnte ein Übriges dazu tun, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten.

«Ich denke, dass diese fortschrittliche Aktion weitere Bands zu ähnlichen Schritten animieren wird und die Plattenindustrie weiter unter Druck setzt», sagt Raaf.

Die Digital-Version des Radiohead-Albums wird zehn Songs beinhalten. Darüber hinaus bietet die Band voraussichtlich ab dem 3. Dezember eine physische Version an.

Modell nicht für jede Band geeignet

Das Paket soll zwei Vinylplatten und zwei CDs mit jeweils 18 Songs sowie Bonusmaterial beinhalten und für 40 Pfund (57 Euro) erhältlich sein.

«Das Modell ist natürlich nicht auf jede Band übertragbar», schränkt Musikexperte Raaf ein. Aber Radiohead verfüge über eine grosse Fanbasis, von denen viele auch bereit seien, diesen Preis zu zahlen.

Der Radiohead-Vorstoss könnte auch die Frage beantworten, wie die Band in Zukunft ihre Alben veröffentlichen wird, nachdem sie ihren Vertrag beim Major Label EMI nach dem Album «Hail to the Chief» im Jahr 2003 erfüllt hatte.

Nicht bei Apple zu haben

Radiohead weigert sich etwa, seine Songs auf Apples Musikplattform iTunes zu verkaufen, da die Band nicht will, dass ihre Alben auseinandergepflückt werden.

Ob das Radiohead-Experiment gelingt, muss sich noch erweisen. Im Erfolgsfall wird sich sicherlich auch die Musikindustrie Gedanken über neue Vertriebswege machen müssen.

Bisher haben einige Grössen des Musikgeschäfts ihre Alben vor der Veröffentlichung für einen bestimmten Zeitraum kostenlos zum Download gestellt. Erst kürzlich hatte Trent Reznor, Frontman der Band Nine Inch Nails (NIN), seinem Ärger über sein Plattenlabel Universal Luft gemacht.

Verstimmt über die hohen Preise des NIN-Albums in Australien hatte Raznor Besucher seines Konzerts in Sydney aufgefordert, seine Musik zu stehlen.

(tri/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Los Angeles - Obwohl die Fans der ... mehr lesen
Radiohead-Sänger Thom Yorke.
Radiohead-Frontmann Thom Yorke (r).
London - «Radiohead» wollen ihren Fans ein ganz besonderes Silvester-Geschenk machen. Die Band will ein Live-Internet-Konzert geben. mehr lesen
London - Ed O'Brien (39) und Thom ... mehr lesen
Für einmal nicht auf der Bühne stehen.
London - Auch «Radiohead»-Frontmann Thom Yorke gehört zu denjenigen, die sich das eigene Album kostenlos aus dem Internet heruntergeladen haben. «In Rainbows» steht seit Oktober im Netz zum Download bereit. mehr lesen 
1,2 Mio. Zugriffe hat es auf die Seite gegeben, ein grosser Teil davon hat das Album heruntergeladen.
London - Die britische Erfolgsband ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
London - Ein Drittel der Kunden des neuen, nur über Download zu erwerbenden Albums «In Rainbows» der englischen Rockband Radiohead hat nicht dafür bezahlt. mehr lesen 
Chicago - Hohe Geldstrafe im ersten ... mehr lesen
Für jeden illegal weitergegebenen Song droht 9000 Dollar Strafe.
Vinyl macht einfach mehr Spass, als CDs.
Wien - Die Schallplatte erlebt derzeit ... mehr lesen
London - Der Vormarsch digitaler ... mehr lesen
Bis zum Jahr 2010 werden laut IFPI rund ein Viertel der Musik über Downloads verkauft.
Rock Oz´Arènes konnte die angepeilten 35 000 Tickets nicht verkaufen.
Avenches - Launiges Wetter und eine Sättigung des Schweizer Festival-Marktes haben auch beim Rock Oz'Arènes in Avenches für Lücken im Publikum gesorgt. mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Homeoffice in der Pandemie begünstigte die Verbreitung von Malware.
Homeoffice in der Pandemie begünstigte die ...
Das Hauptangriffsziel für Cyber-Kriminelle bleibt weiterhin das E-Mail-Postfach ahnungsloser Nutzer oder Unternehmen. Der IT-Security-Anbieter Trend Micro hat allein im ersten Halbjahr 2021 fast 41 Milliarden Bedrohungen seiner Kunden blockiert, darunter E-Mail Ransomware, schädliche Dateien und URLs. Das bedeutet eine Steigerung von 47% im Vergleich zum letzten Halbjahr. Das geht aus dem aktuellen Bedrohungsbericht des Unternehmens hervor. mehr lesen 
Seit der Erscheinung des ersten Mobiltelefons, dem «Handy», im Jahre 1983, sind nun bereits 37 Jahre vergangen. Motorola brauchte genau 10 Jahre um es damals fertig zu stellen und auf den Markt zu bringen. Seit daher gab es unendliche viele Veränderungen und man kann jetzt nur lächelnd auf die Anfänge der Telefon-Evolution zurückblicken. mehr lesen  
OneWeb schliesst seine «Five to 50»-Mission ab, um Regionen nördlich des 50. Breitengrades abzudecken, darunter Grossbritannien, ... mehr lesen  
Insgesamt sind nun 254 Satelliten im Orbit.
Das Internet hatte die Finanzdienstleistungen bisher nicht wirklich erobert, aber jetzt schon.
eGadgets Fast 90 % der Amerikaner nutzen heute Fintech Nahezu neun von zehn Amerikanern nutzen ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 5°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Basel 9°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 8°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Bern 6°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 7°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Genf 7°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 10°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten