Räte für Alternative Medizin - Initiative zurückgezogen
publiziert: Mittwoch, 17. Sep 2008 / 19:55 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 17. Sep 2008 / 20:33 Uhr

Bern - Die Befürworter der Komplementärmedizin haben in den beiden Räten doch noch Gehör erhalten: Nach dem Ständerat unterstützt nun auch der Nationalrat einen direkten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin». Sie wird nun zurückgezogen.

Die Initiative fordert faktisch eine Gleichstellung von Schul- und Komplementärmedizin.
Die Initiative fordert faktisch eine Gleichstellung von Schul- und Komplementärmedizin.
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Die Volksinitiative selbst war von beiden Kammern zur Ablehnung empfohlen worden.

Der Nationalrat stellte sich mit 95 zu 60 Stimmen und acht Enthaltungen hinter den Gegenvorschlag auf Verfassungsstufe.

Dieser schreibt vor, dass Bund und Kantone für die Berücksichtigung der Komplementärmedizin zu sorgen haben.

Das von den Initianten verlangte Adverb «umfassend», das bei verschiedenen Fraktionen Befürchtungen vor ausufernden Begehrlichkeiten geweckt hatte, fehlt im Text des Gegenvorschlages. Das letzte Wort haben nun Volk und Stände an der Urne.

Kernforderungen übernommen

Kommissionssprecherin Silvia Schenker (SP/BS) begründete das Einlenken der nationalrätlichen SGK auf die Linie des Ständerates damit, dass das Initiativkomitee bei einem direkten Gegenentwurf den Rückzug seines Begehrens signalisiert habe.

Dies ist gleich im Anschluss an den Entscheid geschehen. Seine Kernforderungen seien vom Parlament unverändert übernommen worden, schrieb das Initiativkomitee in einem Communiqué. Die Räte teilten die Ansicht, dass es eine Verfassungsgrundlage brauche, um die Position der Komplementärmedizin im Gesundheitswesen zu stärken.

Die vom Bundesrat und den Räten abgelehnte Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» fordert faktisch eine Gleichstellung von Schul- und Komplementärmedizin. Innenminister Pascal Couchepin empfahl, den Gegenvorschlag abzulehnen. Auch die SVP und ein Teil der FDP mochten sich nicht mit dem Gegenvorschlag anfreunden.

(bert/sda)

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Dass die Schulmedizin keine Antwort auf alle unsere Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Allergien, Krebs, Depressionen etc. hat, wird tagtäglich bewiesen.
Sehr oft können alternative Heilmethoden erhebliche Verbesserungen bringen, und dies zu einem Bruchteil der Kosten der Schulmedizin.
Wieso also diese ablehnende Haltung?
Natürlich wegen dem Geld. Couchpin, der offizielle Vertreter der Pharamindustrie, und seinesgleichen wehren sich natürlich dagegen dass das Volk plötzlich gesund werden könnte und keine grossen Geschäfte mehr gemacht werden könnten. Das ist der einzige Grund für die Ablehnung. Und das ist auch ein enormer Hohn.

Es ist wichtig die Politik und Politiker zu unterstützen welche noch Achtung for der Menschwürde haben, egal aus welchem linken oder rechten Lager diese kommen mögen. Menschenachtung und Respekt, dies wird mehr und mehr gefordert von der Politik welche die Menschen mehr und mehr wie Produktionsfaktoren behandelt.

Herzliche Grüsse
Stephan Wildisen
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