Räte lockern das Schweizer Waldgesetz
publiziert: Donnerstag, 15. Mrz 2012 / 12:24 Uhr
Der Wald hat sich stark verbreitet.
Der Wald hat sich stark verbreitet.

Bern - Das Schweizer Waldgesetz wird gelockert: In manchen Gebieten kann künftig Wald gerodet werden, ohne dass die gleiche Fläche andernorts aufgeforstet werden muss. Ziel ist es, das Vordringen des Waldes einzudämmen.

Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer Klimastrategie und zeichnen Sie mit dem SwissClimate CO2e-Label aus.
6 Meldungen im Zusammenhang
Der Wald ist in den letzten 15 Jahren um eine Fläche von der Grösse des Kantons Schaffhausen gewachsen. Vor allem in Berggebieten nimmt er zu. Darauf hat die Politik nun reagiert.

Der Ständerat räumte am Donnerstag bei der Revision des Waldgesetzes die letzte Differenz zum Nationalrat aus. Das Gesetz ist damit bereit für die Schlussabstimmung.

Natur- und Landschaftsschutz

Wer ein Stück Wald rodet, soll zwar im Prinzip auch in Zukunft die selbe Fläche wieder aufforsten müssen. In Gebieten mit zunehmender Waldfläche können anstelle der Aufforstung aber auch andere Massnahmen zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes getroffen werden.

In allen übrigen Gebieten steht die Aufforstung nach wie vor im Vordergrund: Nur ausnahmsweise ist ein Verzicht auf Realersatz zulässig. Bedingung ist, dass damit landwirtschaftliches Kulturland sowie ökologisch oder landschaftlich wertvolle Gebiete geschont werden können. Kein Rodungsersatz nötig ist auch bei jenen Waldstücken, die in den letzten 30 Jahren eingewachsen sind.

Nicht allein für Kulturland

Eine stärkere Lockerung des Waldschutzes lehnten die Räte ab. Vertreter der SVP und der FDP hatten weitergehen wollen. Sie beantragten, dass in Gebieten, in welchen der Wald nicht zunimmt, der Erhalt landwirtschaftlichen Kulturlandes genügt, um auf die Aufforstung verzichten zu können.

Die Mehrheit war jedoch der Auffassung, damit würde der Wald im Mittelland stark unter Druck geraten. Eine frühere Revision des Waldgesetzes war aus diesem Grund gescheitert. Die Räte wollten auch nicht, dass für den Bau von Windrädern oder anderer Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energien auf Realersatz verzichtet werden kann.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
ETH-Zukunftsblog Jede Sekunde geht in der Schweiz mehr als ein Quadratmeter Kulturland verloren - zehn Fussballfelder pro Tag. Oft handelt ... mehr lesen
Alec von Graffenried ist Nationalrat der GPS und Mitglied der Kommission für Rechtsfragen NR.
Die Holzernte geht seit Jahren zurück.
Bern - Die grossen Holzvorräte im Schweizer Wald werden zu wenig genutzt. Gerade die Ernte der wichtigsten Holzart, der Fichte, ... mehr lesen
Bern - Windräder können grundsätzlich auch in Waldgebieten aufgestellt werden. Das hält der Bundesrat in einem am Mittwoch ... mehr lesen
Windräder sollen 2050 insgesamt 4 Terawattstunden Strom produzieren.
Die Dichte des Waldes hat in den letzten Jahren zugenommen.
Zürich - Der Schweizer Wald wird immer dichter und beansprucht immer grössere Flächen. Es wird nämlich zu wenig Holz genutzt. ... mehr lesen
Bern - In der Schweiz ist der Wald in den letzten 15 Jahren um eine Fläche von der Grösse des Kantons Schaffhausens gewachsen. ... mehr lesen
Im Mittelland stehe der Wald unter Druck.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bundesrätin Doris Leuthard: «Kurzfristiges Gewinnstreben fehl am Platz.» (Archivbild)
Bern - Den Wald schützen und ihn zugleich nutzen: Dieses Ziel verfolgt der Bund ... mehr lesen
Umwelt- und Trinkwasseranalysen, Produktesicherheit
Elektrosmog Messung und Lösungen
Josef Peter
Steinacherstrasse 4
8308 Illnau
Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer Klimastrategie und zeichnen Sie mit dem SwissClimate CO2e-Label aus.
Die Schuppentiere kämpfen ums Überleben.
Die Schuppentiere kämpfen ums Überleben.
Weltnaturschutzunion warnt  Genf - Alle acht Arten der Schuppentiere sind nach Einschätzung der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht. Wie die IUCN erklärte, werden Schuppentiere vor allem in China noch als Delikatesse und wegen mutmasslicher medizinischer Heilkräfte verspeist. 
Das Ziel eines Forschers  Madison - Durch einen Prozess, der die Energieumwandlung eines Baumes imitiert, will ein Material-Forscher der University of ...  
Ein Baum - das Beispiel für saubere Energiegewinnung.
Spinat: Der Energielieferant der Zukunft? Spinat ist die grosse Hoffnung der erneuerbaren Energien, denn Forscher der Purdue University setzen das grüne ...
Grosses Energiepotential
Grosses Energiepotential
Green Investment Grüne Energie  Spinat ist die grosse Hoffnung der erneuerbaren Energien, denn Forscher der Purdue University setzen das grüne Gemüse dazu ein, um ...  
Titel Forum Teaser
  • thomy aus Bern 4128
    Früher war's genau gleich wie heute! Die Einen denken nach und erkennen einen grossen Fehler - Abholzung! - ... Mo, 14.07.14 12:32
  • thomy aus Bern 4128
    Dünger wirkt auch neben dem Acker ... Ach, wie hochgeistig, diese Aussage/n doch sind. Solches und ähnliches ... Fr, 23.05.14 12:59
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Never mind. Mich stört das nicht im geringsten, wenn Sie hier missionieren. Sie ... Do, 22.05.14 00:17
  • Believer aus Grenchen 53
    Ökosteuer Gut gebrummt keinschaf. Leider haben Sie recht mit Ihrem Vergleich. Mit ... Do, 22.05.14 00:05
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    muahaha "Das letzte Wort wird das Volk haben" Klar. Nachdem die weltfremden ... Mi, 21.05.14 23:19
  • Heidi aus Oberburg 998
    Nein, keinschaf Ein fünfjähriges Kind hat mehr Verstand, weil noch nicht von unseren ... Sa, 17.05.14 23:15
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Klar doch! Die Duma darf alles. Man beschäftigt sich in Bern damit, Gesetze ... Sa, 17.05.14 22:24
  • Heidi aus Oberburg 998
    würde mich sehr interessieren, ob das einfach so ohne unsere Zustimmung über die Bühne gehen soll (ja) ... Sa, 17.05.14 21:34
Andrea Frangi ist Professor für Baustatik und Konstruktion (Holzbau) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Neue Wege im nachhaltigen Holzbau Am ETH-Standort Hönggerberg entsteht derzeit das House of ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 11°C 13°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Basel 11°C 13°C bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
St.Gallen 13°C 15°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Bern 15°C 18°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 15°C 18°C bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 14°C 19°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 17°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten