Raichs 32. Weltcup-Sieg - Janka wird Achter
publiziert: Freitag, 12. Dez 2008 / 14:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 12. Dez 2008 / 17:44 Uhr

Der Österreicher Benjamin Raich war auch in der Weltcup-Super-Kombination von Val d'Isère nicht zu schlagen.

Nach seinem Erfolg am vergangenen Sonntag im Riesenslalom von Beaver Creek schlug Benjamin Raich gleich ein zweites Mal zu. 34 Hundertstel vor dem Franzosen Jean-Baptiste Grange und 69 Hundertstel vor Teamkollege Marcel Hirscher errang Raich Saisonsieg Nummer 2, womit er seine Ausbeute aus dem Vorjahr gleich um 100 Prozent zu steigern wusste.

Letzten Winter hatte Raich einzig den Slalom von Bad Kleinkirchheim gewinnen können. Auf die laufende Saison hat sich der Tiroler wieder vermehrt auf die technischen Disziplinen konzentriert, was sich offensichtlich auszahlt.

Zurbriggen auf Platz 5

Für die besten Schweizer Klassierungen sorgten Silvan Zurbriggen und der erst 22-jährige Bündner Sandro Viletta, die nach dem Super-G noch deutlich zurückgelegen hatten. Zurbriggen lag vor dem Slalom lediglich auf dem 26. Zwischenrang, zwei Plätze hinter Viletta. Doch zwischen den engen Stangen fühlt sich Zurbriggen derzeit wohl, wenngleich ihm zuletzt sein operiertes Knie wieder Beschwerden verursacht hatte.

Zurbriggen verbesserte sich mit Bestzeit im Slalom auf den 5. Schlussrang, womit er sein drittbestes Ergebnis in dieser Disziplin realisierte. Der Walliser verpasste das Podest nur um drei Hundertstel. Viletta erreichte als Sechster gar sein überhaupt bestes Weltcup-Resultat. Carlo Janka, der Führende nach dem Super-G, fiel auf den 8. Schlussrang zurück. Achter war der Bündner schon letzten Winter in Val d'Isère.

Albrecht verpasst Chance

Daniel Albrecht verpasste hingegen eine grosse Chance, sich im Gesamt-Weltcup wieder nach vorne zu schieben. Als Sechster nach dem Super-G verfügte Albrecht über eine gute Ausgangslage, doch im Slalom schied er mit einem Einfädler aus. Zuvor waren auch Didier Défago (9. im Super-G) und Marc Berthod (15.) im Slalom gescheitert.

Bereits der Super-G hatte extrem viele Ausfälle gefordert. Vor allem blieben mit dem Norweger Aksel Lund Svindal, dem Leader im Gesamt-Weltcup, und dem Amerikaner Bode Miller, dem Weltcup-Gesamtsieger des vergangenen Winters, zwei der Topfavoriten auf der Strecke. Miller hatte letzte Saison drei der fünf Kombinationen für sich entschieden.

Schlussklassement:
1. Benjamin Raich (Ö) 2:02,48. 2. Jean-Baptiste Grange (Fr) 0,34 zurück. 3. Marcel Hirscher (Ö) 0,69. 4. Markus Larsson (Sd) 0,71. 5. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,72. 6. Sandro Viletta (Sz) 1,03. 7. Peter Fill (It) 1,22. 8. Carlo Janka (Sz) 1,23. 9. Krystof Kryzl (Tsch) 1,60. 10. Natko Zrncic-Dim (Kro) 1,62. 11. John Kucera (Ka) 1,88. 12. Romed Baumann (Ö) 2,13. 13. Christof Innerhofer (It) 2,88. 14. Lars Myhre (No) 3,41. 15. Patrick Staudacher (It) 3,45.

Im Slalom u.a. ausgeschieden: Daniel Albrecht (Sz), Didier Défago (Sz) und Marc Berthod (Sz).

(ht/Si)

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