Raiffeisen-Gruppe mit weniger Gewinn im Halbjahr
publiziert: Donnerstag, 15. Aug 2002 / 19:12 Uhr

St. Gallen - Die Raiffeisen-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2002 unter der schlechten Börsenstimmung gelitten. Sie musste beim Gruppengewinn eine Einbusse um 3,5 Prozent auf 181,9 Mio. Fr. im Vergleich zur Vorjahresperiode hinnehmen.

Der Bruttogewinn schrumpfte um 5,6 Prozent auf 343,2 Mio. Franken, wie die Raiffeisen-Gruppe bekannt gab. Der Zuwachs neuer Mitglieder hielt unvermindert an. Bis Juni wurde ein Plus von 5,4 Prozent auf 1 060 000 registriert. Das sei der grösste absolute Zuwachs innerhalb eines Semesters seit Bestehen der Raiffeisen-Gruppe.

Die Kundenausleihungen stiegen um 3,1 Prozent auf 73 Mrd. Franken. Insbesondere das Hypothekarvolumen entwickelte sich mit einer Steigerung um 3,7 Prozent auf 65,8 Mrd. Fr. positiv. Dazu beigetragen habe die Ausweitung des Raiffeisen-Gebiets. Die konsolidierte Bilanzsumme des Instituts stieg um 5,3 Prozent auf 86,8 Mrd. Franken.

Der Zufluss an Kundengeldern erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 64,1 Mrd. Franken. Stark sei der Zuwachs an Spar- und Anlagegeldern um 4 Prozent auf 47,5 Mrd. Franken, was den Trend zu klassischen Anlageformen bestätigte, hiess es weiter.

Dagegen sei das Wachstum bei den Kassenobligationen mit 3,4 Prozent auf 9,4 Mrd. Fr. moderater geworden. Das Depotvolumen zeigt sich trotz ungünstiger Börsenentwicklung erstaunlich stabil und hielt sich unvermindert auf 20 Mrd. Franken.

(ms/sda)

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