Raketen auf Haifa - Peretz plant «Sicherheitszone»
publiziert: Montag, 17. Jul 2006 / 14:11 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Jul 2006 / 07:05 Uhr

Haifa - Auf die israelische Hafenstadt Haifa ist erneut eine Salve von Raketen niedergegangen.

Verteidigungsminister Amir Peretz.
Verteidigungsminister Amir Peretz.
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Die aus dem Süden Libanons abgeschossenen Raketen schlugen im selben Gebiet ein, in dem gestern bei einem Angriff acht Israelis getötet worden waren.

Nach den Worten von Verteidigungsminister Amir Peretz will Israel nun eine «Sicherheitszone» im Südlibanon einrichten. Die israelischen Streitkräfte würden die radikal-islamische Hisbollah- Miliz künftig davon abhalten, in diese Pufferzone einzurücken, erklärte Peretz bei einem Besuch der nordisraelischen Stadt Naharia.

Keine Bodenoffensive

Diese war in den vergangenen Tagen häufig von Katjuscha-Raketen getroffen worden, die Hisbollah-Milizionäre aus dem Südlibanon abgefeuert hatten.

Peretz liess offen, in welcher Weise Israel diese Pufferzone durchsetzen wolle. Der Verkehrsminister und ehemalige Verteidigungsminister Schaul Mofas hatte zuvor eine Bodeninvasion im Südlibanon «zum gegenwärtigen Zeitpunkt» ausgeschlossen. Israels Luftwaffe bombardierte zuletzt verstärkt Ziele im Südlibanon.

Todesopfer in Libanon

Durch die israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon kamen nach Angaben der libanesischen Polizei am Montag mindestens 22 Menschen ums Leben. Zwei Menschen starben bei einem Angriff auf den Hafen von Beirut. Bei einem Angriff nahe der Hafenstadt Tripolis im Norden des Landes kamen sieben libanesische Soldaten ums Leben.

Insgesamt ist die Zahl der Opfer auf libanesischer Seite nach Angaben der Behörden auf mindestens 170 gestiegen. Damit sind in der jüngsten Krise mehr Libanesen ums Leben gekommen als während der israelischen Militäraktion 1996, als etwa 150 Menschen getötet wurden.

Flughafen beschossen

Nach Angaben der libanesischen Armee trafen israelische Kampfflieger über Nacht mindestens 60 Ziele, einige davon in der Stadt Baalbek im Norden des Landes, die als Hochburg der Hisbollah-Miliz gilt.

Der internationale Flughafen von Beirut wurde während der Nacht mehrfach beschossen.

(ht/sda)

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