Ramos-Horta wird Präsident von Osttimor
publiziert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 09:51 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 15:20 Uhr

Dili - Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta hat bei den Präsidentenwahlen in Osttimor einen überwältigenden Sieg errungen. Nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen erzielte der amtierende Premierminister 73 Prozent der Stimmen.

José Ramos Horta ist zuversichtlich.
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Dies sagte eine Sprecherin der Wahlkommission nach Medienberichten in der Hauptstadt Dili. Damit lag Ramos-Horta uneinholbar vor seinem Rivalen Francisco «Lu Olo» Guterres.

Das Ergebnis nach Auszählung aller Stimmen wurde am Freitag erwartet. Guterres hatte bereits bei der Stimmabgabe am Mittwoch versichert, das Resultat anzuerkennen.

«Ich warte noch auf die offiziellen Ergebnisse, aber ich könnte 70 bis 80 Prozent bekommen», sagte Ramos-Horta, der als Unabhängiger antrat. Er hatte im Wahlkampf angekündigt, sich an die Spitze einer Bewegung im Kampf gegen die Armut zu stellen.

Der Präsident hat keine politische Macht sondern überwiegend repräsentative Aufgaben. Osttimor ist das ärmste Land Südostasiens. Die Hälfte der Bevölkerung ist arbeitslos. Das Land erhielt nach jahrhundertelanger portugiesischer Kolonialherrschaft und 24 Jahren indonesischer Besatzung erst 2002 seine Unabhängigkeit.

(bert/sda)

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