Raserautos entziehen und verschrotten
publiziert: Sonntag, 18. Mai 2008 / 11:25 Uhr

Bern - Verkehrsminister Moritz Leuenberger will aus seinem alten Vorschlag ernst machen: Autos von Raser sollen entzogen und verschrottet werden. Die Massnahme soll in das Programm «Via sicura» zur Verkehrssicherheit aufgenommen werden.

«Raser verlieren» - bald vielleicht auch ihr Auto.
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Er werde das Programm demnächst dem Bundesrat zur Beratung vorlegen, sagte der SP-Bundesrat in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Diesen Vorschlag hatte Leuenberger bereits vor zwei Jahren geäussert.

Verbieten will Leuenberger zudem Navigationsgeräte mit Radarwarnfunktion. Personen, die fahren, ohne je einen Führerausweis erworben zu haben, sollen gleich hart bestraft werden, wie solche, die trotz Führerausweisentzug am Steuer sitzen.

Umstritten dürfte Leuenbergers Vorschlag sein, wie das 300-Millionen-Paket finanziert werden soll: Die Kantone sollen nämlich 200 Millionen Franken aus den Verkehrsbusseneinnahmen beisteuern.

«Bussen sollen ja keine Einnahmequellen für die öffentlichen Kassen sein, sondern erzieherisch wirken.»

Wiederholungskurs

Insgesamt sind 60 Massnahmen vorgesehen. Dazu gehört etwa ein Wiederholungskurs alle zehn Jahre, die Null-Promille-Grenze für Neulenker und Berufschauffeure sowie die bessere Abklärung der Fahrtüchtigkeit bei Senioren.

Ergänzt wird das Paket mit baulichen Massnahmen auf den Strassen und Sensibilisierungskampagnen.

Die Massnahmen sollen zur Senkung der Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten beitragen.

(rr/sda)

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