Raserunfall: Kampagne soll Ausländer ansprechen
publiziert: Dienstag, 11. Nov 2008 / 14:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Nov 2008 / 15:02 Uhr

Bern - Immer wieder sind es junge Ausländer, die Raserunfälle verursachen. Die Strassenopfervereinigung Roadcross will diese nun in einer speziellen Kampagne ansprechen. Geplant ist dabei eine enge Zusammenarbeit mit Ausländer-Organisationen.

Raser zeigen häufig keine Einsicht.
Raser zeigen häufig keine Einsicht.
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Die Raserunfälle, verursacht von jungen Ausländern, würden auch in Ausländer-Organisationen mit Besorgnis zur Kenntnis genommen, sagte Heinz Siegenthaler, Projektleiter bei Roadcross, zu einem Bericht des «Tages-Anzeigers». «Das Problem ist erkannt.»

Denkbar seien etwa, Präventionsveranstaltungen in Sportvereinen: Statt Training gibts Bilder und Filme, welche die Folgen von Rasen auf der Strasse zeigen.

Auch sollen die möglichen strafrechtlichen und finanziellen Folgen eines Unfalls aufgezeigt werden. Weiter müsse falsches Wissen korrigiert werden, sagte Siegenthaler.

«Macho-Kultur»

Wichtig sei zudem die «Macho-Kultur» anzusprechen. Wie das geschehen soll, konnte Siegenthaler noch nicht sagen. Um die Kampagne zu realisieren, hat Roadcross Finanzierungsgesuche bei der Stadt und dem Kanton Zürich eingereicht. Zielpublikum sind junge Männer aus dem früheren Jugoslawien, aus der Türkei und aus Portugal.

Die Verkehrspsychologin Jacqueline Bächli-Bétry sagte in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger», dass ein typischer Raser «intellektuell eher einfach strukturiert» sei. Zudem verfüge ein solcher über schlechte Zukunftsperspektiven, neige zur Selbstüberschätzung und definiere sich stark über sein Auto.

In ihrer Laufbahn als Gutachterin habe sie nur wenige Raser kennengelernt, die eingesehen hätten, dass sie mit einem anderen Verhalten auf der Strasse, keinen Unfall verursacht hätten.

(ht/sda)

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