Rauchverbot in Grossbritannien
publiziert: Freitag, 28. Okt 2005 / 00:14 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Apr 2006 / 20:54 Uhr

London - Grossbritannien will dem Beispiel europäischer Nachbarn folgen und das Rauchen am Arbeitsplatz und in den meisten Kneipen verbieten. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf brachte die britische Regierung auf den Weg.

Das eingeschränkte Rauchverbot soll im Sommer 2007 in Kraft treten.
Das eingeschränkte Rauchverbot soll im Sommer 2007 in Kraft treten.
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Der Vorschlag ist allerdings ein Kompromiss, denn Kneipen, die kein Essen servieren, sowie private Vereins- und Clubräume sind von dem Verbot ausgenommen. Gesundheitsministerin Patricia Hewitt, die sich für ein totales Rauchverbot eingesetzt hatte, begrüsste die Gesetzesvorlage dennoch als einen «Fortschritt für die Gesundheit der Nation».

Das eingeschränkte Rauchverbot soll im Sommer 2007 in Kraft treten. Innerhalb von drei Jahren soll es dann noch einmal überprüft werden, und Befürworter erhoffen sich ein Rauchverbot ohne jegliche Einschränkungen.

Der British Medical Association geht das Verbot schon jetzt nicht weit genug. Es sei die Chance verpasst worden, die Gesundheit der Briten zu schützen, kritisierte der Vorsitzende James Johnson. Dagegen befürchtet der Kneipenverband einen Umsatzrückgang, denn die Gäste kämen später und blieben kürzer.

Nach Angaben britischer Krebsforscher sterben in Grossbritannien jährlich etwa 120 000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Die Raucherquote unter den Jugendlichen sei eine der höchsten in Europa. Demnach greifen 40 Prozent der Jugendlichen zwischen 18 und 24 regelmässig zur Zigarette.

(bert/sda)

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