Ende der Space Shuttle-Ära
Raumfähre «Atlantis» hebt zum letzten Mal ab
publiziert: Freitag, 8. Jul 2011 / 19:49 Uhr
750'000 Zuschauer verfolgten den Start der Raumfähre «Atlantis».
750'000 Zuschauer verfolgten den Start der Raumfähre «Atlantis».

Cape Canaveral - Die «Atlantis» ist mit vier Astronauten an Bord zum letzten Flug einer US-Raumfähre ins All gestartet. Das Shuttle hob am Freitag um 17.29 Uhr in Cape Canaveral in Florida ab.

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Die Raumfahrtbehörde NASA sprach von einem «problemlosen Start». Allerdings musste der Countdown kurz vor dem geplanten Abflug um 17.26 Uhr unterbrochen werden, weil kurzzeitig befürchtet wurde, dass sich ein Haltearm nicht komplett von der «Atlantis» gelöst hatte.

Die Entwarnung kam rechtzeitig, bevor sich das zehnminütige Startfenster wieder schloss. Schliesslich schob sich der Flieger schnurgerade auf einer Säule aus Flammen und Rauch in den Orbit.

Die «Atlantis» bringt Vorräte zur Raumstation ISS. Ihre knapp zweiwöchige Reise beendet für bislang unabsehbare Zeit die Ära der bemannten Raumfahrt in den USA. Das US-Shuttle-Programm wird nach mehr als 30 Jahren und 135 Flügen aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt.

Platz im Museum

Nach der Rückkehr zur Erde, die für den 20. Juli vorgesehen ist, kommt die «Atlantis» wie ihre Schwesterschiffe «Discovery» und «Endeavour» ins Museum. Dann verfügen die USA mindestens für mehrere Jahre über keine Weltraumvehikel, die Astronauten ins All befördern können.

Die NASA ist damit für ihre Astronauten auf Mitfluggelegenheiten in den russischen «Sojus»-Kapseln angewiesen. Grosse Fracht aus dem All kann künftig überhaupt nicht mehr zur Erde zurückgebracht werden.

Spannung bis zum Schluss

Der Start sorgte bis zum Schluss für Hochspannung: Selbst wenige Stunden vor dem geplanten Abflug der Raumfähre war ungewiss, ob das Wetter rund um den Weltraumbahnhof Cape Canaveral die Mission noch stoppen würde.

Feuchtes Tropenwetter aus der Karibik hatte dicke Wolken über die Atlantikküste in Florida geschoben, die auch am Freitag den Himmel verdunkelten und einen Flug beinahe zu unsicher gemacht hätten. Die Startchancen lagen bis zuletzt nur bei 30 Prozent - doch pünktlich zum Abflug klarte es ausreichend auf.

Rund eine Stunde vor dem Start gab die NASA grünes Licht. Die «Atlantis» hob mit nur wenigen Sekunden Verspätung vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab; ihr geplanter Startzeitpunkt war 11.26 Uhr (Ortszeit). Nach nur acht Minuten Flugzeit erreichte sie das Weltall.

Nach Angaben der NASA wohnten etwa 750'000 Schaulustige dem letzten Start der «Atlantis» bei. Auch rund 2000 Journalisten kamen nach Cape Canaveral, um über den historischen Tag zu berichten, mehr als dreimal so viele wie üblich.

(bg/sda)

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