Raumsonde Phoenix auf dem Mars gelandet
publiziert: Montag, 26. Mai 2008 / 06:56 Uhr / aktualisiert: Montag, 26. Mai 2008 / 23:45 Uhr

Pasadena - Meilenstein in der Raumfahrt: Nach fast zehn Monaten und einer 680 Millionen Kilometer langen Reise ist die US-Raumsonde «Phoenix» weich auf dem Mars gelandet. Wenig später kamen schon die ersten Bilder des Roten Planeten zur Erde.

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Die 410 Kilogramm schwere Sonde setzte planmässig am Montagmorgen um 1.38 MESZ in der Nordpol-Region von Mars auf. 20 Minuten später wurden die Sonnensegel ausgefahren. Kurz darauf erreichten erste Bilder der Marssonde das Kontrollzentrum der US-Weltraumbehörde NASA.

Suche nach Wasser

Hauptaufgabe der Sonde ist die Suche nach Wasser und nach Spuren des Lebens auf dem Nachbarplaneten der Erde. In den vergangenen Jahrzehnten waren über die Hälfte der Mars-Missionen gescheitert.

«Es ist wunderbar, die Bilder sind gestochen scharf», schwärmte ein NASA-Manager. Die Bilder zeigten neben den Sonnensegeln auch Marslandschaft in der Umgebung mit Felsen und Steinen.

420 Millionen Dollar Kosten

«Nicht einmal in meinen Träumen hätte ich mir vorgestellt, dass alles so glatt verläuft», kommentierte «Phoenix»-Projektleiter Barry Goldstein. «Wir sind mitten in unserem Zielgebiet gelandet.» Das gesamte Projekt «Phoenix» kostet nach Angaben der NASA 420 Millionen Dollar.

Im Unterschied zu Mondlandungen oder Einsätzen an der Internationalen Raumstation ISS gab es keine Livebilder. Die NASA musste sich mit Funksignalen zur Bestätigung der Landung begnügen. Diese brauchten 16 Minuten, um die 275 Millionen Kilometer zur Erde zurückzulegen.

Risiko

Marslandungen gelten als höchst riskant: Über die Hälfte der mehr als ein Dutzend Landeversuche waren bisher fehlgeschlagenen. Mehrere Sonden zerschellten beim Anflug auf den Planeten oder hatten andere schwere Probleme.

Die Expedition wird unter anderem untersuchen, ob das Eis nahe der Marsoberfläche regelmässig schmilzt. Das würde bedeuten, dass es dort Lebensraum für Mikroorganismen gibt.

(fest/sda)

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