Rauschender Opernball im Opernhaus Zürich
publiziert: Montag, 9. Mrz 2009 / 19:45 Uhr
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Auch in Zeiten der Wirtschaftkrise ist der Zürcher Opernball ein solider Wert: Er krönte am Samstag zum neunten Mal die Ball-Saison - festlich und üppig wie eh und je.

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Tausende von Zitronen und Limetten, dekoriert mit rosa Orchideen, verzierten diesmal den Zürcher Musentempel in seinem Ballkleid. Wollten uns da die Dekorateure auf saure Zeiten einstimmen? Beim Opernball 2009 jedenfalls waren sie nicht zu spüren, die raueren Winde der Weltwirtschaft.

Zwar fuhr da das eine Paar zum Spass im knallroten Mini vor die Pforten, aber die Stretch-Limousinen und Rolls Royces blieben auch nicht in der Garage. Die Roben, Frisuren, Decolletées und Juwelen der Damen glänzten so üppig wie eh und je.

Keine Angst vor Kameras

Es kamen weder weniger Leute (1500), noch weniger Sponsoren (inklusive UBS) als letztes Jahr, und die Preise der Tombola überstiegen gesamthaft den Wert von 400'000 Franken. Gerecht verteilt wären das also 2700 für jeden Ball-Besucher, womit die 900 für die Diner-Karte und erst recht die 300 für die Flanierkarte gut investiert wären.

Auch die Führer der Schweizer Wirtschaft gaben sich die Ehre, angeführt von Peter Brabeck und Franz Humer, Zurich-Chef James Schiro, seinem Swiss-Life-Kollegen Rolf Dörig oder Swiss-Oberpilot Christoph Franz. Nur die Spitzen von UBS und CS liessen sich dieses Jahr nicht blicken.

Bewährtes Konzept

Dafür kamen die Politiker Bruno Frick, Kathrin Martelli und Felix Gutzwiller, und während Miss Schweiz Whitney Toyloy die Hauptpreise der Tombola zog, vergnügten sich ihre Ex-Kolleginnen Bianca Sissing und Fiona Hefti unter den Gästen.

Am bewährten Konzept hat man festgehalten: Exquisites Diner von den Spitzenköchen des Baur au Lac für 700 Besucher, mindestens noch mal so viele Flaniergäste, Musik in allen Räumen des Hauses, Casino, Tombola-Reigen und die Balleröffnung mit 37 Debütantenpaaren begleitet vom Zürcher Opernorchester unter Adam Fischer.

Opern-Emotionen

Musikalisch stellte das Opernhaus seine Kernkompetenzen eindrücklich zur Schau: Die jungen Sänger des Opernstudios brillierten mit Musical-Hits, aber auch mit einem sprachlich noch nicht so ganz sattelfesten Appenzeller-Liedchen.

Eva Mei ersetzte den erkrankten Thomas Hampson und sang mit berückend schöner Stimme italienische Opernhits aus Puccinis «Gianni Schicchi» und «La Bohème» sowie aus Verdis «La Traviata», bevor sich die Ballgäste zu den bekannten Johann Strauss-Walzern so dicht auf die Bühne drängten, dass an gewagtere Drehungen nicht zu denken war.

Mehr Platz gab's danach, als sich die Tanzlustigen verteilen konnten: Bei Pepe Lienhard und seinem Orchester, bei der Chris Genteman Group, beim Wiener Heurigen, beim stilvollen Chill-out-Jazz mit Malcolm Green und Andy Harder oder bis in den Morgen hinein in der Disco mit den DJs Luca Papini und Ujo.

Tango-Crashkurs

Auf dem grossen Parkett im Ballsaal zeigten die Könner bald ihre eleganten Figuren. Aber man konnte auch etwas lernen: Die Quadrille, angeführt von der Tanzschulleiterin Marianne Kaiser, kriegte die Mehrheit noch locker hin.

Der Crash-Kurs in «Tango argentino» hingegen wurde spätestens zur Makulatur, als Jeusa Vasconcelos und Eric Müller demonstrierten, mit welcher Fantasie und Formvollendung man zu dieser Musik auch noch tanzen könnte.

Im Foyer hatten die Casinos Austria wieder ihre Roulette-Tische aufgebaut. Gewonnen hat vor allem das Opernhaus selber: Etwa 600'000 Franken Reinerlös dürften auch diesmal zusammen gekommen sein.

(li/sda)

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