Ray Nagin knapp wiedergewählt
publiziert: Sonntag, 21. Mai 2006 / 08:04 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Mai 2006 / 21:10 Uhr

New Orleans - Ray Nagin hat sein Amt als Bürgermeister der vom Hurrikan «Katrina» zerstörten Stadt New Orleans verteidigt.

Ray Nagin stand nach dem Hurrikan in der Kritik.
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Sein Herausforderer, der weisse Vize-Gouverneur von Louisiana, Mitch Landrieu, gestand seine Niederlage ein.

Nach Auszählung aller Bezirke und aller 25 000 Briefwähler in der Nacht zu Sonntag erhielt Nagin 52 Prozent der Stimmen.

Damit trotzte der umstrittene Amtsinhaber manchen Prognosen, die eher einen Sieg des 45-jährigen Landrieus vorausgesagt hatten. Dieser rief zum Wohle der Stadt zur geschlossenen Unterstützung von Nagin auf.

Kritik nach «Katrina»

Der 49-jährige Nagin war bekannt geworden, nachdem New Orleans Ende August vergangenen Jahres durch den Hurrikan «Katrina» überflutet worden war.

Der schwarze Politiker war wegen seiner zögerlichen Reaktion auf den Hurrikan ebenso in die Kritik geraten wie nach Äusserungen über die angebliche Bevorzugung von Schwarzen beim Wiederaufbau der Stadt.

Viele Wähler hielten Nagin nach eigenen Worten indes wegen seiner grossen Erfahrung vor allem im Umgang mit den Behörden für den besseren Kandidaten.

Vor allem Schwarze noch nicht zurück

Nagin war aber auch vorgeworfen worden, den Wiederaufbau nur sehr schleppend voranzubringen. Nun wird er für die Verteilung der Milliardensummen zuständig sein, die in den Neuaufbau der Stadt fliessen sollen.

Zehntausende Menschen konnten noch nicht in ihre Stadt zurückkehren. Für die Stichwahl vom Samstag wurden viele Wahlberechtigte mit Bussen eigens in ihre Stadt zurückgebracht.

Vor allem von den früher rund 70 Prozent Schwarzen blieben viele seit «Katrina» ihrer Stadt fern.

Die Südstaaten-Metropole mit ihren einstmals 450 000 Einwohnern war vor neun Monaten zu mehr als 80 Prozent überflutet worden. Über 1300 Menschen waren ums Leben gekommen.

(rr/sda)

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