Reaktion auf Pisa-Resultate
publiziert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 21:44 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 22:01 Uhr

Genf - Der Genfer Erziehungsdirektor Charles Beer zieht erste Lehren aus dem schlechten Abschneiden der Genfer Schülerinnen und Schüler bei der letzten Pisa-Studie. In der Primarschule will er wieder Noten einführen.

Beer will ein einheitliches Bewertungssystem für alle Genfer Schulen einführen.
Beer will ein einheitliches Bewertungssystem für alle Genfer Schulen einführen.
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Mit dieser und einer Reihe weiterer Massnahmen soll Genf in der Pisa-Rangliste wieder vorrücken. Nach einer langen Phase des Umbaus solle die obligatorische Schule wieder stabilisiert werden, sagte Beer vor den Medien.

Kernstück der Massnahemen ist die Wiedereinführung eines Notensystems auf Primarschulstufe. Beer will noch in diesem Jahr ein einheitliches Bewertungssystem für alle Genfer Schulen einführen.

Nach jedem Quartal sollen die Schulkinder fortan erfahren, wo sie leistungsmässig etwa stehen. Zwar sollen die Lehrkäfte weiterhin die einzelnen Fächer in ausführlichen Texten bewerten. Dieser Bericht sei entscheidend für den Übergang von einer Stufe in die nächsthöhere. Der Bericht soll aber auch wieder in Noten ausgedrückt werden.

Einheitliches Modell

Ab dem Schuljahr 2006 soll die Primarschule nach einem einheitlichen Modell organisiert werden. Vorgesehen sind eine 4-jährige Grundstufe, die vom ersten Kindergartenjahr bis zur zweiten Klasse dauert. Anschliessend folgen zwei zweijährige Zwischenstufen.

Bei der Schweizer-Detailauswertung der Pisa-Studie 2003 hatte der Kanton Genf auf dem zweitletzten Rang abgeschnitten. Die Resultate des interkantonalen Vergleichs wurden allerdings relativiert.

(bert/sda)

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