Reaktionen auf Saddam Husseins Festnahme
publiziert: Sonntag, 14. Dez 2003 / 19:06 Uhr

Bern - Die Nachricht von Saddam Husseins Festnahme hat am Sonntag nicht nur unter der irakischen Bevölkerung, sondern auch im Ausland Erleichterung ausgelöst. Im folgenden ein Überblick über die Reaktionen.

Bush: "Saddam wird nun die Gerechtigkeit erfahren, die er anderen verweigert hatte."
Bush: "Saddam wird nun die Gerechtigkeit erfahren, die er anderen verweigert hatte."
VEREINIGTE STAATEN:
"Wir haben ihn", teilte US-Zivilverwalter Paul Bremer in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit. "Dies ist ein grosser Moment in der Geschichte Iraks." Ein ranghoher Mitarbeiter des Weissen Hauses sprach von "einem grossartigen Tag für das irakische Volk".

GROSSBRITANNIEN:
Der britische Premierminister Tony Blair begrüsste die Ergreifung "ausserordentlich". Mit ihr sei der "Schatten eines Albtraums" von der irakischen Bevölkerung genommen worden. Dies sei "eine sehr gute Nachricht" für die Menschen in Irak. "Wir können die Vergangenheit hinter uns lassen."

SPANIEN:
Mit seiner Festnahme sei für Saddam Hussein die Zeit gekommen, "um für seine Verbrechen zu bezahlen", sagte Spaniens Regierungschef José Maria Aznar. "Das ist ein guter Tag für alle. Es ist ein guter Tag für die ganze Welt."

DEUTSCHLAND:
Bundeskanzler Gerhard Schröder beglückwünschte US-Präsident George W. Bush "zu dieser erfolgreichen Aktion". Er habe "mit grosser Freude" von der Festnahme erfahren, nachdem Saddam Hussein "unsägliches Leid" über sein eigenes Volk "und die ganze Region" gebracht habe, betonte Schröder.

FRANKREICH:
Präsident Jacques Chirac begrüsste ebenfalls die Festnahme. Sie sei ein Ereignis von grösserer Bedeutung, das stark zur Demokratisierung und Stabilisierung Iraks beitragen werde, teilte seine Sprecherin Catherine Colonna mit.

RUSSLAND:
Russland erwartet nach der Festnahme Fortschritte bei einer Lösung des Irak-Konfliktes. Dabei sollten die Vereinten Nationen eine wichtige Rolle spielen, erklärte Igor Iwanow nach Angaben seines Ministeriums. "Über das weitere Schicksal Saddam Husseins muss das irakische Volk selbst entscheiden", sagte Iwanow.

ISRAEL:
Präsident Mosche Katzav sprach von einer "hervorragenden Nachricht". Die Ergreifung sei ein Beweis dafür, "dass die internationale Gemeinschaft keinen totalitären Staat akzeptiert, der den internationalen Terrorismus unterstützt".

KUWAIT:
Der kuwaitische Informationsminister Mohammed Abdullah Abu el Hassan begrüsste die Festnahme von Saddam Hussein. Der ehemalige irakische Präsident hatte seine Armee im August 1990 in das Emirat einmarschieren lassen.

EUROPÄISCHE UNION:
Der EU-Repräsentant für die gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana: "Die Festnahme Saddam Husseins sollte zur Stabilität in dem Land und einer Beschleunigung von Wiederaufbau und Demokratisierung beitragen."

NATO:
Die Gefangennahme des ehemaligen Machthabers werde helfen, "die Demokratie in Irak aufzubauen" und den Wiederaufbau des Landes voranzubringen, liess NATO-Generalsekretär George Robertson über seinen Sprecher mitteilen.

SCHWEIZ:
Erleichterung über die Festnahme auch im Schweizer Aussenministerium. Man hoffe nun auf eine baldige Rückkehr zur vollen Souveränität Iraks und auf rasche Fortschritte beim Übergang zu einer demokratischen, das internationale Recht und rechtssstaatliche Prinzipien respektierende Ordung, heisst es in der EDA-Erklärung.

(bsk/news.ch mit Agenturen)

 
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