Noch keine Entscheidung in
Rebellen halten Gadaffi-Truppen stand
publiziert: Donnerstag, 17. Mrz 2011 / 12:21 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 10:43 Uhr

New York - Die libysche Opposition hat am Donnerstag ihre strategischen Positionen gegen Angriffe der Truppen von Staatschef Muammar al-Gaddafi behauptet. In der belagerten Stadt Misurata, 210 Kilometer östlich von Tripolis, konnten die Verteidiger massive Artillerie- und Panzerattacken abwehren.

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Spitalärzte berichteten am Donnerstagvormittag dem arabischen Fernsehsender Al-Dschasira, sie hätten 80 getötete Pro-Gaddafi-Soldaten gezählt. Aus anderen Quellen konnte dies allerdings nicht bestätigt werden.

Ins Stocken geriet Gaddafis Offensive auch im Osten. Die strategisch wichtige Stadt Adschdabija, 160 Kilometer südlich von Benghasi, wurde am Donnerstag immer noch von den Aufständischen gehalten.

Das libysche Staatsfernsehen zeigte in der Nacht zuvor Bilder von der angeblichen Einnahme der Stadt durch die Regimetruppen. Die in Siegerpose aufmarschierenden Pro-Gaddafi-Soldaten hätten sich aber in Wirklichkeit am westlichen Eingang der Stadt befunden, berichtete Al-Dschasira. Auf den Bildern war auch kein städtisches Umfeld zu erkennen.

Die Stadt im Osten des Landes ist die letzte Bastion der Opposition entlang der Strasse nach Benghasi. Ein Sprecher der Regimegegner, Mustafa Gheriani, erklärte , die Regierungstruppen würden in Benghasi auf noch grösseren Widerstand stossen. Die Stadt sei «bis an die Zähne bewaffnet».

Verhandlungen im Sicherheitsrat

Der Sprecher sagte weiter, die Opposition hoffe auf einen Beschluss des UNO-Sicherheitsrat zur Unterstützung der Aufständischen in Libyen. Nach langen Verhandlungen über ein Flugverbot in Libyen sollen nun am (heutigen) Donnerstag im UNO-Sicherheitsrat Entscheide fallen. Vor allem die Franzosen drängen auf eine Abstimmung.

Damit soll Gaddafi seine wichtigste Waffe im Kampf gegen die Rebellen aus den Händen genommen werden. Der Ausgang ist aber völlig offen, zumal die fünf ständigen der 15 Sicherheitsratsmitglieder ihr Veto einlegen können.

Trotz sechsstündiger Beratung hinter verschlossenen Türen hatte sich das mächtigste UNO-Gremium am Mittwoch noch nicht auf ein Flugverbot und weitere Sanktionen einigen können. Eine entsprechende Resolution wurde zwar diskutiert, auf ein gemeinsames Papier konnten sich die 15 Mitglieder aber nicht einigen.

(bert/sda)

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