Rebellen in Elfenbeinküste wollen Waffenstillstand respektieren
publiziert: Samstag, 4. Jan 2003 / 21:41 Uhr

Bouaké - Die Rebellen der Patriotischen Bewegung der Elfenbeinküste (MPCI) wollen den vom französischen Aussenminister Dominique de Villepin vermittelten Waffenstillstand respektieren. Das sagte der MPCI-Generalsekretär nach einem Gespräch mit Villepin in Bouaké.

Seine Bewegung werde in den kommenden Tagen mit der französischen Militärführung über Massnahmen zur Vertrauensbildung sprechen, sagte Guillaume Soro.

Der Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, hatte sich bereits am Freitag bereit erklärt, einen totalen Waffenstillstand auszurufen und den Abzug ausländischer Söldner einzuleiten. Zuvor hatte Gbagbo ebenfalls mit Villepin gesprochen.

De Villepin kündigte somit ein Gipfeltreffen afrikanischer Staatschefs für Ende Januar in Paris an. Der Gipfel der von dem Regionalkonflikt betroffenen Staaten werde am 26. oder 27. Januar stattfinden, sagte der französische Aussenminister in Abidjan. Dem Treffen solle ein runder Tisch ivorischer Politiker in der französischen Hauptstadt vorangehen.

Vor dem Treffen hatte ein Rebellensprecher den Abzug der französischen Truppen aus der früheren Kolonie gefordert. Seit Ende vergangenen Jahres sind etwa 2500 französische Soldaten in dem westafrikanischen Land stationiert. Sie sollen die Konfliktparteien trennen und Ausländer schützen.

Seit Mitte September liefern sich aufständische Soldaten und Regierungstruppen zum Teil erbitterte Kämpfe. Bereits im Oktober hatten beide Seiten einen Waffenstillstand ausgehandelt, den sie aber nicht einhielten.

(fest/sda)

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