Rebellen in Nigeria drohen mit Geisel-Tötung
publiziert: Samstag, 26. Aug 2006 / 14:07 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Aug 2006 / 20:19 Uhr

Dakar - In Nigeria hat eine wenig bekannte Rebellengruppe mit der Tötung zweier italienischer Geiseln gedroht.

Strasse in Nigerias Hauptstadt Abuja.
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Die beiden waren am Montag im Osten des Landes, zusammen mit ihrer Reisegruppe, überfallen worden. Der Rest der Reisenden kam aber am Dienstag schon wieder frei. Sollte die Armee versuchen, die beiden noch verschleppten Touristen zu befreien, werde die Gruppe Gewalt anwenden und anschliessend in die Berge fliehen, sagte ein Sprecher der Bewegung FARS dem Radiosender France International einem Bericht vom Freitag zufolge.

«Wir sind sehr gut mit Waffen ausgestattet», wurde der Mann zitiert. Die Italiener seien entführt worden, weil die Regierung des westafrikanischen Landes die Friedensabkommen mit den Nomaden nicht respektiere und die Armee den FARS-Anführer getötet habe.

Spuren verfolgen

Diplomaten hatten zuletzt gesagt, die Identität der Entführer sei unklar. Zudem gebe es noch keinen Kontakt zu ihnen. Am Freitag betonte ein italienischer Diplomat im benachbarten Niger nun, die Behörden verfolgten die Spuren der Entführer.

Einer der Verschleppten habe seine Frau anrufen können. Demnach gehe es ihm den Umständen entsprechend gut. Er die andere Geisel würden offenbar gut behandelt.

Weitere Entführung

In Nigeria ist es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Entführungen von Ausländern gekommen. Erst in der Nacht zum Freitag wurden zwei weitere Menschen verschleppt.

Augenzeugen zufolge handelte es sich um ausländische Mitarbeiter eines Öl-Konzerns; darunter soll ebenfalls ein Italiener sein.

(ht/sda)

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