Auf Geheimdienstkomplex
Rebellen verüben neuen Anschlag in Damaskus
publiziert: Dienstag, 9. Okt 2012 / 14:32 Uhr
Anschlag der Rebellen auf Geheimdienstkomplex in Damaskus
Anschlag der Rebellen auf Geheimdienstkomplex in Damaskus

Damaskus/Ankara - In der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Rebellen nach eigenen Angaben einen Selbstmordanschlag auf einen Geheimdienstkomplex der Luftwaffe verübt. Die militante islamistische Gruppe Al-Nusra bekannte sich am Dienstag auf Facebook zu dem Angriff im Vorort Harasta.

2 Meldungen im Zusammenhang
Selbstmordattentäter hätten zwei Autos mit Tonnen von Sprengstoff in die Luft gejagt, hiess es. Anwohner und Aktivisten berichteten von einer gewaltigen Explosion, auf die ein heftiger Schusswechsel folgte. Das syrische Staatsfernsehen meldete ebenfalls eine Detonation in der Gegend, machte aber keine näheren Angaben.

Die im Exil ansässige Syrische Beobachtungsstelle sprach von «Dutzenden Toten» beim Doppelanschlag vom Montagabend in Harasta, rund zehn Kilometer nordöstlich der Hauptstadt. Unklar sei das Schicksal «Hunderter Gefangener» vor Ort.

Der Geheimdienst der Luftwaffe wird von Dschamil Hassan, einem der Top-Militärs von Präsident Baschar al-Assad, kommandiert. Es lagen keine Informationen darüber vor, ob sich Hassan zum Zeitpunkt des Anschlags im Gebäude aufhielt.

Unterdessen gingen die Kämpfe im ganzen Land weiter: In einem belebten Viertel von Damaskus explodierte am Dienstag ein Sprengsatz. Nach Angaben von Augenzeugen galt der Anschlag in der Nähe des Abbassiden-Platzes einem Fahrzeug der Sicherheitskräfte.

Mehr türkische Truppen an Grenze

Nach einem Granatenangriff auf den syrischen Grenzort Al-Atarib wurden 19 Verletzte von Angehörigen in die Türkei gebracht. Das meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Eine von syrischen Truppen abgefeuerte Mörsergranate sei dort in einem Wohnviertel detoniert, es gebe eine grosse Anzahl an Toten und Verletzten.

Die türkische Regierung hatte am Montagabend mitgeteilt, dass bislang 98'000 Syrer über die Grenze geflohen seien. Die Türkei kündigte an, auch weiterhin Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufzunehmen. Ende August hatte Aussenminister Ahmet Davutoglu noch gewarnt, bei 100'000 Flüchtlingen seien die Kapazitäten seines Landes erschöpft.

Die Türkei verlegte in der Zwischenzeit weitere Militäreinheiten an die Grenze zu Syrien. Das türkische Parlament hatte vergangene Woche ein Mandat für eine mögliche Militärintervention in Syrien beschlossen. Seitdem erhalten die Armee-Einheiten in Grenznähe fortlaufend Verstärkung.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Damaskus - Bei einem Anschlag in der Altstadt von Damaskus sind am Sonntag mindestens zehn Menschen getötet worden. Bei ... mehr lesen
Vor einer Polizeistelle in Damaskus explodierte eine Autobombe, welche mindestens zehn Menschen das Leben kostete. (Symbolbild)
UNO geht von über 30'000 Toten in Syrien aus
New York - Die UNO schätzt die Zahl der Toten in dem seit 19 Monaten andauernden ... mehr lesen
Pakistan brachte seine Bürger angesichts des von Saudi-Arabien angeführten Militäreinsatzes im Jemen in Sicherheit. (Symbolbild)
Pakistan brachte seine Bürger angesichts des von ...
Pakistan und China bringen Landsleute in Sicherheit  Islamabad - Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat ihre Luftangriffe auf Stellungen der schiitischen Huthi-Miliz im Jemen in der Nacht fortgesetzt. Betroffen waren sowohl die Hauptstadt Sanaa als auch weitere Orte. 
Flughafen von Sanaa bei Luftangriffen schwer beschädigt Sanaa - Durch Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition ist der Flughafen ...
Saana, Hauptstadt von Jemen
Saudi-Arabien stimmt auf langen Krieg im Jemen ein Washington - Saudi-Arabiens König Salman hat die arabischen Staaten auf ...
Saudi-Arabien und UNO holen Diplomaten aus Jemen heraus Washington - Mehrere arabische Staaten und die UNO bringen ihre ... 1
«Die Welt ist Bardo»  Tunis - Tausende Menschen haben am Sonntag in Tunis an einem Marsch gegen Terrorismus teilgenommen. Sie zogen zum ...
20'000 Menschen nahmen offenbar an dem Marsch teil. (Archivbild)
Debattiert wird über Meinungs- und Versammlungsfreiheit, die Rechte von Minderheiten und viele andere soziale Probleme. (Symbolbild)
«Eine andere Welt ist möglich» Tunis - Das 10. Weltsozialforum ist am Dienstag in Tunis mit einem Marsch für «Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit und Frieden» ...
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 5°C 6°C bedeckt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Basel 5°C 8°C bedeckt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
St.Gallen 8°C 8°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 8°C 10°C bedeckt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 8°C 11°C bedeckt, starker Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 8°C 11°C bedeckt, starker Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 9°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten