Rebellenführer dringt auf Regierungsbildung in Elfenbeinküste
publiziert: Montag, 24. Feb 2003 / 20:48 Uhr

Paris - Der Führer der wichtigsten Rebellengruppe der Republik Elfenbeinküste, Guillaume Soro, drängt auf die rasche Bildung einer Regierung der Versöhnung. Die neue Regierung müsse rasch gebildet werden, forderte Soro in Paris.

Die Rebellen in Elfenbeinküste wollen schnell in die Regierung.
Die Rebellen in Elfenbeinküste wollen schnell in die Regierung.
Die Positionen würden sich radikalisieren, sagte Soro, Generalsekretär der Patriotischen Bewegung der Elfenbeinküste (MPCI). Der durch die Vermittlung Frankreichs erreichte Friedensschluss sieht eine Regierungsbeteiligung der Rebellen vor.

Präsident Laurent Gbagbo hat es bisher abgelehnt, den Rebellen wie vorgesehen die Ministerien für Inneres und Verteidigung zu übertragen. Wenn die Rebellen nicht diese beiden Ministerien erhielten, werde ein Bürgerkrieg ausbrechen, hatte am Sonntag der Chef der zweiten Rebellengruppe MPIGO, Félix Doh, gewarnt.

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich überwacht in dem Land mit mehr als 3500 Soldaten den Waffenstillstand. In der Regierungsstadt Abidjan war es zu antifranzösischen Ausschreitungen gekommen.

(fest/sda)

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