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Rechsteiner: Tiefere Renten - höhere Boni
publiziert: Montag, 11. Jan 2010 / 12:36 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Jan 2010 / 15:55 Uhr

Bern - Eine Senkung der Renten in der Zweiten Säule drängt sich aus Sicht der Gewerkschaften und der Konsumentenpresse noch nicht auf. Längere Lebenserwartung und angeblich sinkende Renditen auf den Kapitalmärkten sind demnach kein Grund für die Anpassung des BVG-Umwandlungssatzes.

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SGB-Präsident Paul Rechsteiner: «Was den Rentnern weggenommen werde, fliesst direkt in die Taschen der Aktionäre.»
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Am 7. März entscheiden die Stimmberechtigten über die Senkung des Umwandlungssatzes von heute 7 auf 6,4 Prozent bis 2016. Der Satz dient der Umrechnung des angesparten Kapitals bei der Pensionierung in eine jährliche Rente. Bei einer Annahme würden neue Renten aus der Zweiten Säule, der Beruflichen Vorsorge (BVG), rund 10 Prozent tiefer ausfallen als heute.

«Wie soll man da noch anständig leben können?», fragte Paul Rechsteiner, Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), vor den Medien in Bern. Mit einer Rentensenkung werde es vielen nicht mehr möglich sein, zusammen mit der AHV-Rente die gewohnte Lebensführung zu sichern.

Die Änderung diene vor allem einem Zweck. Was den Rentnern weggenommen werde, «fliesst direkt in die Taschen der Aktionäre und in die Boni der Manager der grossen Versicherungskonzerne», so Rechsteiner.

Referendum gegen Anpassung des Umwandlungssatzes

Der SGB, die Konsumentenpresse («K-Tipp», «Saldo»), die Gewerkschaft Unia und der Arbeitnehmerdachverband Travail.Suisse hatten gegen die Anpassung des Umwandlungssatzes erfolgreich das Referendum ergriffen. In Bern präsentierten sie nun ihre Kampagne für ein Nein.

Dabei setzen sie ganz auf die Aussicht künftig tieferer Renten. Sie werben mit dem Slogan «Rentenklau» und einem Rechner, der schätzt, wie viel weniger Rente Neurentner ab 2016 gegenüber den heutigen Bedingungen erhalten würden. Das Plakat-Sujet zeigt eine Hand, die ein Portemonnaie aus einer Handtasche zieht.

Für die Verbände ist die Anpassung «unnötig», weil die Alterung der Bevölkerung bereits in der 1. BVG-Revision berücksichtigt worden war.

Kreativität bei Berechnung der Lebenserwartung

Bei der Berechnung der Lebenserwartung bewiesen die Versicherungen Kreativität, hielt Peter Salvisberger von der Geschäftsleitung vom «K-Tipp» fest. Je nach Produkt wendeten sie die Statistik an, die ihnen am besten passe.

Beim BVG rechneten sie mit einer hohen Lebenserwartung, bei Versicherungen für das Todesfallrisiko dagegen mit einer kleineren.

(tri/sda)

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Die erste Säule und die zweite sollten obligatorisch und ... 8-ung ironisch ...
... als Einheits-Pensionskassen gedacht werden! Es ist einfach ein Unding für letztlich ein und dasselbe zwei Giga-Gaga-Organisationen auf die Beine zu stellen und dadurch auch die Renten durch ZWEI unabhängige Riesen-Unternehmungen auszahlen zu lassen ...

Man stelle sich einmal vor, dass sowohl die AHV-Kasse (wenigstens da nur eine Unternehmung) und die PK, Pensionskassen (sind es 100 oder 200 Einzelkassen?) ...

Also man stelle sich das einmal vor, dass ALLE diese vielen, vielen Kassen und Kässelis je einen Big-Chef brauchen ... über alle brauchen dann noch die vielen darunter notwendigen Manager- und Verwaltungspöschtelis .... Alles gut bezahlte PK-Spezialisten ... und dann die vielen Versicherungsmathematiker, die mit ihrer ungeheuren mathematischen Intelligenz die vielen, vielen Renten noch detailliert berechnen müssen ... Ha, das ist dann super! Vielleicht ist darum das ganze System in den den roten oder doch halbroten Zahlen ...

Unvorstellbar, dass es da nach ca. 40 bis 45 Jahren Beiträge einzahlen an diese Kassen und Kässeli irgend noch etwas Geld herausschaut - für die Rentner eigentlich ....!?

Dieses Geld ist dann ja alles längst für Löhne an all' die Kassen- und Kässelichefs und -mitarbeiter drauf gegangen .... oder wenigstens viel von diesem Geld!

Wenn dem nicht so wäre, so gäbe es ja die hunderte und aberhunderte von Chefs und Managerlis und deren Angestellten nicht ... und die wären alle dann arbeitslos und müssten sich einen Job suchen, den sie nicht finden würden, weil sie ja für die Verwaltung von vielen, vielen P-Kassen und -Kässeli gebraucht werden sollten ...

Ein Dilemma ... Da müsste halt vielleicht das neueste super ... Zweiergespann Merz-Leuenberger mit Verstärkung Maurer der Ueli ihre Führungskompetenzen auspielen dürfen, damit so ein Sauladen dann am Schluss rentieren würde .... Wer daran glaubt ...?... Diesmal wirklich zur besten Pensionkasse aller Pensionkassen - die es dann nicht mehr gibt!

Aber jetzt gibt's doch noch Hoffnung: Wir haben ja eine neue Bundespräsidentin - heh, die wird'd richten, ha!

Die wird, wenn sie wirklich so gut ist, sofort reorganisieren und eine Einheitskasse anstelle der vielen, vielen Kassen und Kässelis einführen! Wetten, das die es macht?!

Vielleicht baut sie die 3. Säule, die Freiwillige, auch noch gleich ein ....! Welch' grosser Wurf wird das werden! ....................... ?
Einheitskasse?
Im Gesundheitswesen wird der Ruf laut nach einer Einheitskasse. Warum nicht bei der 2. Säule, zumindest im Bereich des BVG-Obligatoriums? Ich weiss nicht, ob dies eine praktikable Idee ist, aber zumindest darüber zu diskutieren sollte erlaubt sein.
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