Rechtsextreme attackieren Polizei wegen Migrantenlager
publiziert: Freitag, 24. Aug 2012 / 23:05 Uhr
Die Rechtsextremisten, aber auch viele Einwohner Korinths wollen keine Migranten in ihrer Stadt haben.
Die Rechtsextremisten, aber auch viele Einwohner Korinths wollen keine Migranten in ihrer Stadt haben.

Athen - Dutzende Anhänger der rassistischen griechischen Partei «Goldene Morgenröte» haben am Donnerstag die Polizei in der Hafenstadt Korinth mit Steinen angegriffen. Die Randalierer protestierten gegen die Unterbringung von Migranten in einer Kaserne in der Stadt.

5 Meldungen im Zusammenhang
Das berichtete das griechische Fernsehen. Viele trugen schwarze T-Shirts mit dem Logo der rechtsextremistischen Partei. An den Auseinandersetzungen nahm auch ein Parlamentsabgeordneter der «Goldenen Morgenröte» teil.

Die Rechtsextremisten, aber auch viele Einwohner Korinths wollen die Migranten in ihrer Stadt nicht haben. Der Bürgermeister Alexandros Pneumatikos sagte, er werde «keinen Müll mehr von der Kaserne holen und auch Strom und Wasserleitungen kappen». Die Polizei hatte am Donnerstag 300 Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis in die Kaserne gebracht.

UNHCR verurteilt Übergriffe

Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) erklärte sich besorgt über die zunehmende Zahl rassistischer Übergriffe in Griechenland. Angriffe auf Ausländer, darunter Asylbewerber und Flüchtlinge, hätten «beunruhigende Ausmasse» angenommen, erklärte der UNHCR-Beauftragte für Südosteuropa, Laurens Jolles, am Donnerstag.

Den Minister für Öffentliche Ordnung, Nikos Dendias, rief er auf, gegen die Übergriffe vorzugehen, die Opfer zu schützen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Dendias will eine «Spezialeinheit» gegen rassistisch motivierte Gewalt aufbauen.

In ganz Griechenland war es in den vergangenen Tagen zu Hunderten Übergriffen mit rassistischem Hintergrund gekommen. Das Land an der südöstlichen Aussengrenze der EU ist seit längerem Anlaufpunkt für Migranten vor allem aus Asien und Afrika.

In den vergangenen zehn Jahren haben mehr als eine Million Menschen dort Zuflucht gesucht. Die «Goldene Morgenröte» hatte bei den Wahlen im Juni knapp sieben Prozent bekommen und ist mit 18 Abgeordneten im Parlament vertreten.

Migranten protestieren in Athen gegen Rassismus

Mehrere Hundert Einwanderer haben am Freitag im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit demonstriert. Sie protestierten gegen die zunehmenden Überfälle von Rassisten und Rechtsextremisten auf Migranten in vielen Regionen des Landes.

«Wir wollen in Frieden mit den Menschen hier leben», sagte Javed Aslam, Präsident des Verbandes der in Griechenland lebenden Pakistaner, im griechischen Rundfunk.

Während der Demonstration kam es vorübergehend zu Schlägereien zwischen Migranten und linken Demonstranten. Die Migranten wollten nicht, dass ihr Protest politisch von der linken politischen Szene genutzt wird, sagte Aslam Reportern vor Ort.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - Mit nationalistischen Parolen sind hunderte Neonazis am ... mehr lesen
Auch in Athen ist das Aufkommen von Neonazi-Parteien offensichtlich. (Symbolbild)
Athen - Wegen schlimmer hygienischer Zustände in griechischen Polizeistationen leiden Dutzende Migranten unter Krätze. Allein in der Polizeistation der mittelgriechischen Stadt Larissa seien in den vergangenen Tagen mindestens drei Fälle registriert worden. mehr lesen 
Athen - Die rechtsextreme griechische Partei Goldene Morgenröte hat seit ihrem Einzug ins Parlament deutlich an Zuspruch gewonnen. Wenn jetzt Wahlen wären, könnte sie drittstärkste Partei werden. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage. mehr lesen 
Griechische Polizisten. (Symbolbild)
Athen - Die griechische Polizei ist im Zentrum von Athen massiv gegen Einwanderer ohne gültige Papiere vorgegangen. Bei ... mehr lesen 1
Athen - Vor der Parlamentswahl in Griechenland am 6. Mai hat der Vorsitzende der konservativen Partei Nea Dimokratia, Antonis Samaras, der «Invasion» von Einwanderern ohne gültige Papiere den Kampf angesagt. mehr lesen 
Unglaublich !
"zu Schlägereien zwischen Migranten und linken Demonstranten"
Scheint wie "geschmiert" zu laufen für die Rechtsextremen.
UNHCR
Das UNHCR, die internationale Zentrale der Schlepper-Mafia ist beunruhigt.
UNHCR, the UNHoly Connection for Racemixing?

Wie kommt man eigentlich darauf, da eine "rassistisch motivierte Handlung" sehen?

Es wird ja nicht gegen eine Rasse vorgegangen, sondern im Gegenteil gegen Ausländer beliebiger Couleur. Es wehrt sich also 1 Ethnie gegen viele andere.
Der Rassismus besteht eigentlich eher darin, dass eine internationale Mafia versucht, Volksgemeinschaften zu zerstören, indem sie zehntausende Fremder einschleust. Es handelt sich also wenn schon um Rassismus gegen die Griechen.
Betrunkene sind Thema im Zürcher Stadtparlament.
Betrunkene sind Thema im Zürcher ...
Pilotprojekt «Hotel Suff»  Zürich - Zürichs Stadt- und Gemeinderat wollen, dass stark alkoholisierte Personen weiterhin zentral ausgenüchtert werden: Das Stadtparlament hat knapp dem definitiven Betrieb der Zentralen Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle (ZAB) zugestimmt. Das letzte Wort hat das Stimmvolk. 
Wollten Sie nicht schon immer einmal etwas ohne Grund tun, haben aber bisher keine Zeit gefunden? Dann ist heute der perfekte Tag dafür. mehr lesen
Es ist an der Zeit etwas ohne Grund zu tun.
Dirty-Dancing-Tag Hätten Sie gewusst, dass heute der «Dirty-Dancing»- Welttag ist? Vor 27 Jahren feierte der berühmte Tanzfilm Premiere. Für Fans rund ...
Das Einkommen und Vermögen sind in den letzten zehn Jahren gestiegen. (Symbolbild)
Wohlstandbericht  Bern - In der Schweiz sind die Einkommen und Vermögen in den letzten zehn Jahren gestiegen, die Verteilung blieb weitgehend stabil. Dies ...  
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 12°C 15°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 11°C 16°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 13°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 14°C 21°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 15°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 15°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 29°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten