Rechtsextreme erneuern «Schwur von 1291»
publiziert: Sonntag, 3. Aug 2008 / 15:17 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Aug 2008 / 17:53 Uhr

Rütli - 300 Rechtsextreme haben am Nachmittag das Rütli in Beschlag genommen, um dort eine «Bundesfeier» zu begehen. Sie führten den Anlass durch, weil ihnen am 1. August der Zutritt zur Wiese verwehrt worden war.

Am 1. August war ihnen der Zutritt noch verwehrt worden.
Am 1. August war ihnen der Zutritt noch verwehrt worden.
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Die Neonazis reisten von Brunnen SZ aus mit dem Schiff an. Die Polizei beobachtete in Brunnen und auf dem Rütli die Szene, griff aber nicht ein, weil sie keine Gesetzesverstösse feststellte. Zur angekündigten Gegendemonstration von links kam es nicht.

Für die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG), die das Rütli verwaltet, sind die Rechtsradikalen «ungebetene Gäste». Sie hätten das Rütli ohne Bewilligung für einen parteipolitischen Anlass benutzt, sagte SGG-Sprecher Martin Hofer. Auch er bestätigte aber, dass es keine Rechtsverletzung gegeben hat.

Der Anlass wurde von der rechtsradikalen Partei PNOS organisiert. Die Urner Kantonspolizei schätzte die Zahl der Teilnehmer wie im Vorjahr auf 300. Die Rechtsextremen «erneuerten» den «Schwur von 1291» und sangen die erste Strophe der alten Landeshymne. Auch führten sie viele Fahnen mit.

Am Anlass wurden zwei Reden gehalten, eine vom Emmentaler PNOS-Mitglied Markus Martig und eine vom Westschweizer Holocaust-Leugner Philippe Brennenstuhl. Die Redner beschimpften die heutige Politik und namentlich Bundesrat Samuel Schmid. 2005 hatten die Rechtsradikalen Schmid auf dem Rütli niedergeschrien.

(bert/sda)

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