Steigender Zuspruch für Rechtsextreme in Griechenland
Rechtsextreme in Griechenland im Aufwind
publiziert: Donnerstag, 6. Sep 2012 / 12:10 Uhr

Athen - Die rechtsextreme griechische Partei Goldene Morgenröte hat seit ihrem Einzug ins Parlament deutlich an Zuspruch gewonnen. Wenn jetzt Wahlen wären, könnte sie drittstärkste Partei werden. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage.

3 Meldungen im Zusammenhang
Nach der Befragung für die Zeitung «To Pontiki» hätten die Rechtsextremisten die einst mächtigen Sozialdemokraten der Pasok überholt. Für die Goldene Morgenröte registrierte das Umfrageinstitut Pulse einen Zuspruch von 10,5 Prozent.

Das ist ein Plus von fast vier Prozentpunkten seit dem Einzug der Rechtsextremisten ins Parlament im Juni. Die Partei verfolgt eine aggressiv ausländerfeindliche Politik, die sich vor allem gegen die Einwanderer im Land richtet.

Angriffe auf Ausländer

Ihre Propaganda wird auch für den Anstieg der gewaltsamen Übergriffe auf Ausländer in Griechenland verantwortlich gemacht. Angesichts der dramatischen Wirtschaftskrise und einer steigenden Kriminalität in Griechenland fallen die Parolen der Rechtsextremisten offenkundig auf immer fruchtbareren Boden.

Laut der Umfrage muss die konservative Partei Neue Demokratie, die die gegenwärtige Regierungskoalition anführt, in der Wählergunst einen Rückgang auf 25 Prozent hinnehmen, zuvor lag sie bei 29,7 Prozent. Die radikalen Linken der Syriza-Partei fielen um fast 3 Punkte auf 24 Prozent.

Die Pasok, Juniorpartner in der Koalition, kam nur noch auf 8 Prozent. Die andere Bündnispartner in der Regierung, die Demokratische Linke, verlor 2 Prozentpunkte und liegt bei 4,5 Prozent.

Proteste gegen Sparprogramm

Die Regierung versucht derzeit ein massives Spar- und Reformprogramm umzusetzen, um weiterhin Finanzhilfen der Europäischen Union (EU) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erhalten. Das führte am Donnerstag erneut zu Protesten.

Polizeibeamte blockierten den Eingang eines Reviers. Busse, mit denen Polizisten nach Thessaloniki gebracht werden sollten, konnten nicht abfahren. In der Hafenstadt im Norden des Landes sind für das Wochenende Grosskundgebungen gegen weitere geplante Sparmassnahmen der Regierung geplant.

Die Beamten demonstrierten gegen Gehaltskürzungen, die in dem neuen Sparpaket für 2013 und 2014 enthalten sein sollen. Das Paket hat einen Umfang von 11,5 Milliarden Euro. Für Donnerstagnachmittag war ein Protestmarsch in Athen geplant. Beteiligen wollten sich Polizisten sowie Angehörige der Küstenwache und der Feuerwehr.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - Mit nationalistischen Parolen sind hunderte Neonazis am ... mehr lesen
Auch in Athen ist das Aufkommen von Neonazi-Parteien offensichtlich. (Symbolbild)
Athen - Vor der Parlamentswahl in Griechenland am 6. Mai hat der Vorsitzende der konservativen Partei Nea Dimokratia, Antonis Samaras, der «Invasion» von Einwanderern ohne gültige Papiere den Kampf angesagt. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Im Hauptort Karyes fand eine kurze feierliche Messe statt.
Auf der Griechenlandreise  Athen - Russlands Präsident Wladimir Putin ist am zweiten Tag seiner Griechenlandreise zur Mönchsrepublik Berg Athos gepilgert. Der Berg Athos ist eine Hochburg des orthodoxen Christentums. mehr lesen 
Russland und Griechenland wollen enger kooperieren Athen - Russland und Griechenland setzen trotz zahlreicher ...
Putin in Athen eingetroffen Athen - Der russische Präsident Wladimir Putin ist am Freitag zu politischen Gesprächen in ...
Weitere 10,3 Mrd. Euro für Griechenland Brüssel - Griechenland erhält im Gegenzug für sein jüngstes Spar- und Reformpaket 10,3 Milliarden Euro aus dem ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
  • Pacino aus Brittnau 731
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... Di, 31.05.16 07:36
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 15°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 15°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 15°C 23°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 15°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 15°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 14°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten