Rechtsextremer Vlaams Belang mit Stimmenzuwachs
publiziert: Sonntag, 8. Okt 2006 / 18:21 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Okt 2006 / 22:10 Uhr

Brüssel - Die rechtsextreme Partei Vlaams Belang legt gemäss bisherigen Resultaten bei den Gemeindewahlen im niederländischsprachigen Norden Belgiens weiter zu.

Vlaams Belang könnte in kleinen flämischen Gemeinden noch die absolute Mehrheit gewinnen.
Vlaams Belang könnte in kleinen flämischen Gemeinden noch die absolute Mehrheit gewinnen.
Die flämischen Liberalen von Premier Guy Verhofstadt mussten vielerorts Verluste hinnehmen.

Die ausländerfeindliche Partei Vlaams Belang scheint aber in ihrer Hochburg Antwerpen den Zenit erreicht zu haben: Sie holte wieder rund einen Drittel der Stimmen, legte aber nicht mehr zu.

Gemäss den bis am späten Sonntagabend vorliegenden Resultaten sind in Antwerpen die Sozialisten und ihr Bürgermeister Patrick Jansens die Wahlsieger und neu stärkste Partei.

Allerdings warnten Kommentatoren im Vorfeld davor, sich einzig auf Antwerpen - die grösste Gemeinde Belgiens - zu konzentrieren. Denn der Vlaams Belang könnte in kleinen flämischen Gemeinden die absolute Mehrheit gewinnen.

Gemäss dem TV-Sender RTBF war dies bislang jedoch trotz der Stimmengewinne nicht der Fall. In mindestens zwei Gemeinden Flanderns wurde der Vlaams Belang jedoch stärkste Partei.

In Schoten, einer Nachbargemeinde Antwerpens, will der derzeitige Bürgermeister für eine künftige Koalition auch Sondierungsgespräche mit dem Vlaams Belang führen, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete.

Demokraten einig gegen Belang

Bereits im Jahr 2000 hatte der Vlaams Belang rund ein Viertel aller Stimmen in Flandern erhalten, wurde jedoch nirgends an der Regierung beteiligt. Die demokratischen Parteien in Flandern waren sich bislang einig, den Vlaams Belang nicht an die Macht kommen zu lassen.

Die Partei hat sich neben ihrer Ausländerfeindlichkeit auch die Abspaltung Flanderns vom ärmeren, französischsprachigen Süden Belgiens, der Wallonie, auf ihre Fahnen geschrieben.

Dem rechtsextremen Front National werden in der Wallonie keine vergleichbaren Stimmgewinne zugetraut wie dem Vlaams Belang in Flandern. Die Partei zeigte sich im Wahlkampf orientierungslos und erhielt keine Unterstützung vom französischen Vorkämpfer Jean-Marie Le Pen.

(fest/sda)

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