Rechtskandidat Alemanno wird Bürgermeister von Rom
publiziert: Montag, 28. Apr 2008 / 22:10 Uhr / aktualisiert: Montag, 28. Apr 2008 / 22:34 Uhr

Rom - Bei der Bürgermeisterwahl in Rom hat sich der rechtsgerichtete Kandidat Gianni Alemanno deutlich durchgesetzt. Der Kandidat der Partei Volk der Freiheit (PDL) des künftigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kam laut Innenministerium auf 53,6 Prozent der Stimmen.

Gianni Alemanno ist in der Partei Volk der Freiheit (PDL) des künftigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.
Gianni Alemanno ist in der Partei Volk der Freiheit (PDL) des künftigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.
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Sein Kontrahent Francesco Rutelli von der linksbürgerlichen Demokratischen Partei (PD) erreichte 46,3 Prozent - eine schwere Schlappe für die Demokratische Partei, die bereits die Parlamentswahl Mitte April verlor.

Rutelli räumte seine Niederlage am Abend ein. Im ersten Durchgang der Bürgermeisterwahl am 13. und 14. April hatte er mit 45,8 Prozent der Stimmen noch knapp fünf Prozentpunkte Vorsprung vor Alemanno.

Rutelli und nach ihm Walter Veltroni hatten die traditionell linke Hauptstadt Italiens seit 1993 regiert. Berlusconi hatte die Parlamentswahlen vor zwei Wochen aus der Opposition heraus gewonnen.

Anfang in postfaschistischen Parteien

Der ehemalige Landwirtschaftminister Alemanno hatte seine politische Karriere in postfaschistischen Parteien begonnen und war dann zu Berlusconi gestossen. Rutelli war bereits von 1993 bis 2001 Bürgermeister und hatte sich jetzt erneut um den Rathausposten beworben.

Walter Veltroni, seit 2001 bis Anfang 2008 Bürgermeister, hatte das Amt aufgegeben und war als Spitzenkandidat der Linken in das Rennen gegen Berlusconi gegangen. Er unterlag dabei deutlich.

(fest/sda)

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