Rutte weiterhin Ministerpräsident
Rechtsliberale gewinnen in den Niederlanden
publiziert: Donnerstag, 13. Sep 2012 / 07:12 Uhr
Mark Rutte ist weiterhin Ministerpräsident in Holland.
Mark Rutte ist weiterhin Ministerpräsident in Holland.

Amsterdam - Der Rechtsliberale Mark Rutte bleibt Ministerpräsident der Niederlande. Seine Partei VVD gewann die vorgezogenen Parlamentswahlen vom Mittwoch. Nach dem vorläufigen Endergebnis erreichte die VVD 41 der 150 Mandate der Zweiten Kammer des Parlaments und damit zwei mehr als die Sozialdemokraten.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die sozialdemokratische Partei (PvdA) mit Spitzenkandidat Diederik Samsom gewann neun Sitze dazu und kam auf 39 Mandate. Eine Koalition der beiden Parteien scheint nun unausweichlich. Den euroskeptischen Parteien erteilten die Wähler eine Absage.

Überraschend hohe Verluste von neun Sitzen verbuchte der Rechtspopulist Geert Wilders, der im Wahlkampf den Austritt der Niederlande aus der Europäischen Union und dem Euro gefordert hatte. Seine Partei für die Freiheit (PVV) sackte von 24 auf 15 Sitze ab. Wilders sprach von «einem enormen Verlust».

Niederlage für Christdemokraten

Die ebenfalls Europa-kritische Sozialistische Partei blieb stabil mit 15 Mandaten. Eine historische Niederlage erlitten die Christdemokraten, bisher Partner in der Minderheitskoalition. Sie erhielten nun 13 Mandate, acht weniger als bei den Wahlen 2010.

Die linksliberale Partei D66 gewann zwei Sitze hinzu und kam auf 12. Die übrigen fünf Parteien folgten mit grossem Abstand. Die Grünen verloren sieben ihrer bisher zehn Mandate.

Auf dem Sparkurs von Merkel

Regierungschef Rutte sprach vor seinen Anhängern in Den Haag von einer «grossen Ermutigung» für die Pläne der Regierung für einen Ausweg aus der Finanzkrise.

Die Rechtsliberalen sind Unterstützer der Politik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und setzen auf eine drastische Sparpolitik. Die von ihnen geführte Koalition war im April zerbrochen, als die sie stützende Wilders-Partei PVV einem Sparhaushalt ihre Zustimmung verweigerte.

Die Sozialdemokraten setzen eher auf einen auf Wachstum gerichteten Kurs, wie ihn auch der französische Präsident François Hollande vertritt. Samsom sagte in Amsterdam vor hunderten Anhängern, das Land brauche «so schnell wie möglich eine stabile Regierung» und die Arbeiterpartei sei bereit, daran teilzunehmen.

Die Wahl galt als Barometer der Stimmung zur Europapolitik in den Niederlanden. VVD und PvdA fahren einen europafreundlichen Kurs. Bis zur Regierungsbildung könnten allerdings noch Wochen vergehen.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Den Haag - Knapp sieben Wochen nach der Parlamentswahl ist der Weg frei für eine grosse Koalition in den Niederlanden. Die ... mehr lesen
Mark Rutte bleibt Ministerpräsident.
Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande
Den Haag - Nach der Parlamentswahl steuern die Niederlande auf eine grosse Koalition der proeuropäischen Parteien zu. Die ... mehr lesen
Amsterdam - Nach der Parlamentswahl in den Niederlanden zeichnet sich eine Koalition der europafreundlichen Parteien ab. Die rechtsliberale Regierungspartei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte gewann die vorgezogene Wahl knapp vor den Sozialdemokraten. mehr lesen 
Den Haag - Kurz nach Schliessung der Wahllokale in den Niederlanden deutet eine erste Prognose auf ein ... mehr lesen
Der sozialdemokratische Diederik Samsom. (Archivbild)
Den Haag - Zweieinhalb Wochen vor der Parlamentswahl in den Niederlanden ist es am Sonntag zum ersten grossen Schlagabtausch der Vorsitzenden der führenden Parteien im Fernsehen gekommen. Die Liberale Partei liegt in den Umfragen derzeit Kopf-an-Kopf mit den Sozialisten. mehr lesen 
Revolution in Burkina Faso: The Fall of Compaoré.
Übergangsparlament fordert Reform  Ouagadougou - Das Übergangsparlament in Burkina Faso will die Amtszeit des Präsidenten künftig auf höchstens zehn Jahre begrenzen. Geplant ist eine Verfassungsänderung, wonach der Staatschef nach einem fünfjährigen Mandat künftig nur noch einmal zur Wiederwahl antreten darf. 
Steuer- und Gesundheitsdaten veröffentlicht  Washington - Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton und ihr Mann Bill haben in den vergangenen ...
Hillary Clinton: Reich und gesund.
Clintons erste Wahlkampfrede New York - US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat sich in ihrer ersten grösseren Wahlkampfrede als Kämpferin für die Mittelschicht ...
Clintons verdienen 30 Mio. mit Reden und Schreiben Washington - Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihr Mann Bill haben seit Anfang 2014 ...
Titel Forum Teaser
  • LinusLuchs aus Basel 107
    Riesenzinggen? Es sei Ihnen überlassen, mit Dreck zu schleudern wie streitende ... heute 11:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3192
    Grossbritannien handelt richtig. Den Engänder Ausländerfeinlichkeit vorzuwerfen ist ... heute 11:09
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3192
    Im... Rahmen der nächsten grossen Auseinandersetzung werden die Israelis ... heute 10:19
  • jorian aus Dulliken 1597
    Pro Todesstrafe & pro höhere Mehrwertsteuer? Ich weiss, dass Sie für die Todesstrafe sind. Ich weiss auch, dass ... heute 05:14
  • Kassandra aus Frauenfeld 1411
    Unabhängige Schweiz! "Auch ein Gesuch nach Öffentlichkeitsgesetz bleibt erfolgslos. «Der ... gestern 14:40
  • jorian aus Dulliken 1597
    Vision oder was? Wau wirklich Visionär Herr Hollande! Nur wie will das Frankreich ... gestern 13:53
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3192
    Die... Verweigerung der Politik offen über negative Folgen der Immigration zu ... gestern 11:17
  • Kassandra aus Frauenfeld 1411
    Ja, Bildung und Wohlstand wenn sie fehlen, wie beim Schäfchen, haben wir einen sogenannten ... gestern 06:07
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 16°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 12°C 16°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 15°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 15°C 19°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 17°C 20°C stark bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 16°C 20°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 20°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten