Rechtsstreit um Beyelers Kandinsky-Bild beigelegt
publiziert: Dienstag, 2. Jul 2002 / 20:21 Uhr

Basel - Der Streit um ein in der Fondation Beyeler hängendes Millionen teures Kandinsky-Gemälde ist beigelegt: Das 1939 von den Nazis als entartete Kunst eingezogene Bild kann im Beyeler-Museum in Riehen BS verbleiben.

Die Erben der früheren Besitzerin werden entschädigt. In dem seit Jahren schwelenden Rechtsstreit um das 1910 entstandene Gemälde «Improvisation Nr. 10» von Wassily Kandinsky sei letzte Woche eine aussergerichtliche Einigung erzielt worden, teilten die Fondation Beyler und die Erben der früheren Besitzerin Sophie Lissitzky-Küppers mit.

Wie hoch die von der Fondation Beyeler zu bezahlende Entschädigung ist, war nicht zu erfahren. Es sei ein Bruchteil des Wertes des Gemäldes, der auf 25 bis 30 Millionen Dollar geschätzt wird, sagte ein Beyeler-Sprecher gegenüber der sda. Es gilt als Schlüsselwerk der abstrakten Malerei.

Jen Lissitzky als einziger noch lebender Sohn von Sophie-Lissitzky-Küppers hatte im Juli 2001 im Alleingang vor dem Zivilgericht Klage gegen die Beyeler-Stiftung erhoben und die Herausgabe des Bildes verlangt.

Im April 2002 stellte jedoch ein Moskauer Gericht nach Angaben der Beyeler-Stiftung fest, dass es neben Jen Lissitzky drei weitere Erben gibt. Die Erbberechtigten einigten sich in der Folge und setzten neue Anwälte ein, mit denen nun die getroffene Lösung erzielt werden konnte.

Mit dieser aussergerichtlichen Einigung bleibt es dem Zivilgericht Basel-Stadt erspart, einen mit Spannung erwarteten Entscheid um den rechtmässigen Besitz von Nazi-Raubkunst zu fällen. Ernst Beyeler, der schon früher zur Bezahlung einer angemessenen Entschädigung bereit war, zeigte sich froh, dass das Bild nun öffentlich zugänglich bleibt. Er hatte das Kandinsky-Bild 1951 für 18 000 Fr. vom Kunsthändler Ferdinand Möller erworben - «gutgläubig», wie er immer wieder versicherte.

(ba/sda)

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