Rechtsstreit zwischen Zürich und Implenia
publiziert: Donnerstag, 3. Jun 2010 / 09:50 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Jun 2010 / 12:30 Uhr

Zürich - Der Baukonzern Implenia hält den Einbau der Stützpfeiler im Stadion Letzigrund weiterhin für «vollständig unbegründet». Das Stadion sei jederzeit sicher gewesen. Der Einbau der Stützen könne gar zu Schäden an der Dachkonstruktion führen.

Implenia: Unnötiger Einbau der Stützen kann zu Schäden führen.
Implenia: Unnötiger Einbau der Stützen kann zu Schäden führen.
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Deren Reparatur führe dann zu weiteren Kosten, heisst es in einem Communiqué. Im Zusammenhang mit der Installation der Stützen seien Implenia bisher Kosten in der Höhe von rund drei Millionen Franken entstanden. Diese Kosten werde man der Stadt Zürich in Rechnung stellen.

Beanstandungen der Stadt, die einen Mangel darstellten, werde Implenia wie vertraglich vereinbart, auf eigene Kosten beheben. Die Beseitigung dieser Mängel sei aus technischen Gründen jedoch erst nach Entfernung der Stützpfeiler möglich. Die Stadt Zürich entfernt die Stützen bis am 11. Juli, wie sie am Mittwoch mitteilte.

Klage gegen die Stadt eingereicht

Im seit mehreren Jahren dauernden Streit um Mehrkosten in der Letzigrund-Bauabrechnung hat Implenia gemäss Communiqué Klage gegen die Stadt eingereicht. Die Schlussabrechnung von Implenia betrage 119,5 Millionen Franken. Die Stadt Zürich habe 96,6 Millionen bezahlt. Die Stadt schulde somit dem Konzern noch 22,9 Millionen Franken. Diese habe man nun eingeklagt.

Weitere Mehrkosten von 9 Millionen Franken habe Implenia auf eigene Rechnung übernommen, um die termingerechte Fertigstellung des Stadions sicherzustellen.

Alle Leistungen bezahlt

Die Stadt Zürich vertritt die Ansicht, sie habe alle Leistungen, die vertraglich vereinbart wurden, auch bezahlt. Zudem stellt sie sich auf den Standpunkt, dass die anfallenden Kosten wegen der Dachträgerschadens voll zu Lasten von Implenia gehen. Als Totalunternehmerin trage Implenia das Risiko.

Implenia-CEO Anton Affentranger ist schockiert über das Vorgehen der Stadt Zürich, wie er vor den Medien in Zürich ausführte. Es sei rufschädigend, was die Stadt gemacht habe, indem sie gewaltige Vorwürfe in den Medien erhoben habe.

Gemäss Affentranger ist Implenia eine partnerschaftliche Beziehung zu den Kunden wichtig. Natürlich gebe es bei so vielen Bauprojekten manchmal Unstimmigkeiten. Aber die Sicherheit im Letzigrund sei nie gefährdet gewesen. Dies würden diverse Experten bestätigen, so Affentranger.

(ade/sda)

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