Reformwille bei den Schweizern
publiziert: Montag, 17. Jan 2005 / 14:02 Uhr

Bern - Die Schweizerinnen und Schweizer haben sich in einer grossangelegten Online-Umfrage reformfreudig gezeigt. Mehrheitlich bei der Bildung begrüsst die Bevölkerung Reformideen. So sprechen sich fast 90 Prozent für eine schweizweit gleiche Volksschule aus.

Die Bürger wünschen sich eine einheitliche Volksschule.
Die Bürger wünschen sich eine einheitliche Volksschule.
Die 13 000 Teilnehmenden der im Herbst durchgeführten Umfrage "Perspektive Schweiz" sind auch beim Fremdsprachenunterricht mehrheitlich für Reformen. 70 Prozent möchten, dass die erste Fremdsprache ab der 2. Primarklasse unterrichtet wird. 62 Prozent sind für Englisch als erste Fremdsprache.

Das bedeute aber nicht, dass die Mehrheit für Frühenglisch sei, sagte Adrian Michel vom Organisationskomitee von "Perspektive Schweiz" vor den Medien in Bern. Denn die beiden Mehrheiten seien unterschiedlich zusammengesetzt. Weniger als ein Drittel der Befragten ist aber für eine frühere Einschulung.

Eine deutliche Sprache spricht die Umfrage auch beim Militär: Rund zwei Drittel der Befragten wollen zuerst beim Militär sparen, und fast 60 Prozent sprechen sich für die Umwandlung der Armee in eine kleinere Berufsarmee aus. Sparen wollen 52 Prozent auch bei der Flüchtlingshilfe und 47 Prozent bei der Landwirtschaft.

"Nur 5 Prozent befürworten Einsparungen bei der Bildung", sagte Frédéric Hübsch vom Organisationskomitee. Als "Tabubereiche" bezeichnete er auch die Forschung, die Altersvorsorge, die Invalidenversicherung und Krankenkassenverbilligungen, wo die Befragten keine Sparübungen wollen.

"Perspektive Schweiz" ist ein Projekt von "Vernunft Schweiz" und steht unter dem Patronat von alt Bundesrätin Ruth Metzler, SVP-Präsident Ueli Maurer, CVP-Präsidentin Doris Leuthard und Ex-FDP-Präsident Rolf Schweiger. Der Verein will nach eigenen Angaben neutral und unabhängig über aktuelle politische Themen informieren.

(fest/sda)

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