Regeln für Begräbnisse in Italien verbieten Verstreuen von Asche
publiziert: Freitag, 30. Okt 2009 / 13:37 Uhr / aktualisiert: Freitag, 30. Okt 2009 / 15:26 Uhr

Rom - Die italienischen Bischöfe wollen am 9. November neue Regeln für Begräbnisse veröffentlichen. Wie die römische Tageszeitung «La Repubblica» berichtete, soll unter anderem ein Verbot für das Verstreuen der Asche der Verstorbenen ausgesprochen werden.

Die italienischen Bischöfe wollen am 9. November neue Regeln für Begräbnisse veröffentlichen. (Archivbild)
Die italienischen Bischöfe wollen am 9. November neue Regeln für Begräbnisse veröffentlichen. (Archivbild)
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Das anonyme Verstreuen von Asche läuft nach Ansicht der Kirchenvertreter der Sinnausrichtung des christlichen Glaubens zuwider. «Die Bischöfe befürchten die Verbreitung eines neuheidnischen Geistes, der die Aschenverstreuung als Union des Verstorbenen mit dem 'grossen Geist' der Mutter Erde betrachtet», schrieb die Zeitung.

Keine Urnen mehr zu Hause

Verboten werde den Hinterbliebenen auch das Aufbewahren der Asche in einer Urne, um diese zu Hause aufzustellen. Die Bischöfe bewerteten dies als «Privatisierung und Banalisierung» des alten Rituals, den Toten zum Friedhof zu begleiten und den Abschied der Gemeinschaft zu zelebrieren.

Feuerbestattungen von Katholiken sollen dagegen weiterhin zugelassen werden. Die Kirche hatte diese Praxis lange Zeit strikt abgelehnt. Sie galt als Zeichen für die Leugnung der Auferstehung. Weil kirchenkritische Kreise wie Freimaurer und Marxisten sich zunehmend für die Verbrennung von Leichen stark machten, erliess der Vatikan vor rund 100 Jahren ein ausdrückliches Verbot.

Während des 2. Vatikanischen Konzils wurde dieses Verbot aber 1963 wieder aufgehoben.

(zel/sda)

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Gaja - grosser Geist der Mutter Erde
Zitat
«Die Bischöfe befürchten die Verbreitung eines neuheidnischen Geistes, der die Aschenverstreuung als Union des Verstorbenen mit dem 'grossen Geist' der Mutter Erde betrachtet»

Sie befürchten vor allem, dass noch mehr Schäfchen das Weite suchen und die Kirchensteuern nicht mehr bezahlen. Der Herrschaftsanspruch der Kirche wurde schon immer in Zahlungsmitteln berechnet. Ob nun der Zehnte, die Fron, der Opferstock,Schenkungen, Naturalien oder eben die Kirchensteuer. Dieses Verbot zeigt wieder mal, dass es der Kirche nicht darum geht die Gläubigen da abzuholen wo sie sind, sondern die Schar durch Gebote und Verbote im Pferch zu halten, damit man sie scheren und melken kann.

"Die Bischöfe bewerteten dies als «Privatisierung und Banalisierung» des alten Rituals, den Toten zum Friedhof zu begleiten und den Abschied der Gemeinschaft zu zelebrieren."
Es soll schliesslich auch nach dem Tod kein Entrinnen aus der Obhut der Kirche geben.

Die Erde, so hat man gehört, hat sich geweigert, sich abzuflachen und zur Scheibe zu werden. Dies trotz der ausdrücklich anderslautenden Lehrmeinung der alten Herren im Vatikan.
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