Regierung der Elfenbeinküste gibt Einsatz von Söldnern zu
publiziert: Mittwoch, 13. Nov 2002 / 08:55 Uhr

Abidjan - Die Regierung der Elfenbeinküste hat eingeräumt, Söldner in das westafrikanische Krisenland geholt zu haben. Die angeheuerten Männer aus Südafrika, Frankreich und Osteuropa sollen die Regierungsarmee trainieren.

Sie seien weniger für Kampfhandlungen vorgesehen, sagte ein Sprecher von Präsident Laurent Gbagbo im staatlichen Radio. Die Söldner seien Ausbilder, die den ivorischen Soldaten den Umgang mit neuen Waffen beibringen sollten.

Bislang hatte die Regierung den Einsatz von Söldnern abgestritten. Der Vorwurf war bereits zu Beginn der Friedensverhandlungen mit den Rebellen des Landes vor zwei Wochen erhoben worden.

Die von der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas vermittelten Gespräche in der togoischen Hauptstadt Lomé waren am Wochenende unterbrochen worden. Die Rebellen der Patriotischen Bewegung der Elfenbeinküste hatten die Verhandlungen nach dem Mord am Bruder eines ihrer Führer in der ivorischen Hauptstadt Abidjan verlassen.

Seitdem bemüht sich der vermittelnde togoische Präsident Gnassingbe Eyadema, beide Konfliktparteien zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Dort soll eine Lösung des Konflikts zwischen Regierung und Aufrührern gefunden werden. Letztere fordern Gbagbos Rücktritt.

(bert/sda)

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