Regierungsbildung schwieriger als erwartet
publiziert: Mittwoch, 31. Mrz 2004 / 12:57 Uhr

Paris - Die angekündigte Umbildung der französischen Regierung gestaltet sich schwieriger als erwartet. Die ursprünglich für den Vormittag geplante Präsentation des neuen Kabinetts verzögert sich bis zum Nachmittag oder Abend.

Das Festhalten an Jean-Pierre Raffarin spaltet die Parteien.
Das Festhalten an Jean-Pierre Raffarin spaltet die Parteien.
Die Neubildung der französischen Regierung unter Premierminister Jean-Pierre Raffarin spaltete das Lager der bürgerlichen Rechten in Paris. Politiker der UMP-Partei von Präsident Jacques Chirac begrüssten zwar das Festhalten an Raffarin nach dem Debakel bei den Regionalwahlen.

UMP-Sprecher Renaud Donnedieu de Vabres rief die Parlamentsmehrheit zur Geschlossenheit auf. In schwierigen Zeiten braucht man jeden, seine Loyalität und seine Energie, sagte er dem TV-Sender France 2.

Dagegen sprach der Chef der UDF, François Bayrou, von einer Überraschung und lehnte eine Beteiligung am Kabinett ab. Ich hätte gedacht, dass die Situation starke symbolische Antworten erfordert hätte, sagte Bayrou. Im Interesse des sozialen Zusammenhalts forderte er grundlegende politische Änderungen.

Langwierige Verhandlungen

Die Verhandlungen über die Regierungsumbildung hatten am Dienstag bis spät in die Nacht hinein gedauert. Es gilt als sicher, dass Aussenminister Dominique de Villepin in der Regierung bleibt, aber sein Amt wechselt. Am Wahrscheinlichsten gilt seine Ernennung zum Innenminister.

Innenminister Nicolas Sarkozy würde dann ins Wirtschafts- und Finanzministerium wechseln. EU-Kommissar Michel Barnier wurde als Aussenminister gehandelt.

(rp/sda)

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