Vorwürfe seien schon länger bekannt
Regierungsrätin Aeppli widerspricht Mörgeli
publiziert: Mittwoch, 19. Sep 2012 / 23:32 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 07:45 Uhr
Laut Regierungsrätin Regine Aeppli kannte Christoph Mörgeli die Vorwürfe bereits.
Laut Regierungsrätin Regine Aeppli kannte Christoph Mörgeli die Vorwürfe bereits.

Bern - In der Affäre um SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli widerspricht die Zürcher Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli dem Medizinhistoriker. Er sei schon vor fast einem Jahr mit der Kritik konfrontiert worden und im Februar sei nach einer ausserordentlichen Leistungsbeurteilung eine Bewährungsfrist angesetzt worden.

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«Es ist nicht ganz richtig, dass Herr Mörgeli die Kritik aus der Zeitung erfahren hat», sagte Aeppli am Mittwochabend in der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens. Schon im November 2011 sei er mit den Vorhaltungen des Berichts konfrontiert worden.

An der ausserordentlichen Mitarbeiterbeurteilung im Februar 2012 habe Mörgeli einen «schriftlichen, kritischen Bericht» erhalten, welchen die Universität Zürich von externen Fachleuten habe erstellen lassen, erklärte Aeppli.

Bewährungsfrist seit Februar

Danach sei eine Bewährungsfrist von sechs Monaten angesetzt worden. «Die läuft dieser Tage ab.» Am Freitag finde nun eine zweite ausserordentliche Mitarbeiterbeurteilung statt. Bei einer negativen Beurteilung werde die Kündigung ausgesprochen und Mörgeli erhalte weitere sechs Monate lang Lohn, sagte Aeppli.

Mörgeli selbst rechnet nicht mit einer Entlassung, wie er der «Rundschau» sagte.

Auch die «Aargauer Zeitung» und die «Südostschweiz» zogen am Mittwoch in Zweifel, dass Mörgeli nichts von Kritik wissen wollte. Sie zitierten aus dem «Akademischen Bericht 2010» des Medizinhistorischen Instituts und Museums, welcher online abrufbar ist und in welchem Probleme bei der Konservierung genannt werden.

Mörgeli sieht Mobbing-Kampagne

Der Zürcher SVP-Nationalrat war am Dienstag vergangener Woche in die Schlagzeilen geraten, als der «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» publik machten, dass Mörgeli als Konservator im Medizinhistorischen Museum in der Kritik steht. In einem internen Bericht soll unter anderem von veralteten Ausstellungen und mangelhaft gelagerten Präparaten die Rede sein.

Er habe vom Bericht erst durch den «Tages-Anzeiger» erfahren, sagte er darauf in den Medien, er sei «erstaunt über die Kritik». Er sieht diese als «Teil einer Mobbing-Kampagne».

(bg/sda)

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Schon gedacht.
Nach dem Auftauchen des neusten Puzzleteils steht nun fest, wer gelogen hat.

Jetzt bin ich gespannt, ob der zweite Teil meiner Vorhersage auch eintreffen wird. Demnach wird spätestens übermorgen niemand mehr über die Unwahrheiten von Frau Aeppli auch nur die Schulter zucken.
Aussage gegen Aussage
Eine ausserordentliche Mitarbeiterbeurteilung müsste Einzug in seine Personalakte gehalten haben.
Es lässt sich also überprüfen, wer lügt.

CM weiss das auch. Es ist daher kaum anzunehmen, dass CM etwas bestreitet, was dokumentiert wäre, denn er ist derjenige, der als Lügner etwas zu verlieren hätte. (Aeppli hingegen steht weder im Rampenlicht, noch wäre eine derartige Lüge bei ihr in den Augen der Mehrheit verwerflich, man würde es nach 2 Tagen vergessen.)

Schon noch spannend, wer sich da alles nacheinander als Heckenschütze zu diesem Fall äussert....
Wenn es denn so ist/wäre, wie Frau Aeppli sagt, dann würden wir das nämlich auch ohne sie erfahren...

Unglaubliche Vorgänge... es scheint sich tatsächlich um ein Mobbing zu handeln.
Es ist bekannt, dass es äusserst selten vorkommt, dass Professoren entlassen werden. Daher vermutlich auch dieses Vorgehen; man will ihn loswerden und dafür schiesst man erst mal eine Menge Dreck in die Oeffentlichkeit. Mörgeli ist als sehr einflussreicher Politiker - und erst recht aus der SVP - ein sehr geeignetes Feindbild für den Grossteil der Bevölkerung, welche es in solchen Fällen erfahrungsgemäss nicht sehr genau nimmt in der Unterscheidung zwischen Vorwürfen und Tatsachen, deshalb auch nicht auf einen verurteilten Schuldigen wartet, sondern einfach den Feind brennen sehen will
Die ersten Informationen wurden bereits bekannt gegeben. (Symbolbild)
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