Dutzende Tote
Regierungstruppen beschiessen Wohnviertel
publiziert: Mittwoch, 5. Sep 2012 / 11:44 Uhr
Dutzende Tote bei schwerem Artilleriebeschuss in Aleppo.
Dutzende Tote bei schwerem Artilleriebeschuss in Aleppo.

Aleppo/Ankara/Peking - Dutzende Menschen sind am Mittwoch in der nordsyrischen Grossstadt Aleppo durch heftigen Granat- und Raketenbeschuss getötet worden. Die Truppen des Regimes von Baschar al-Assad haben nach Angaben eines Aktivisten seit dem Morgengrauen mit ihrer schweren Artillerie etliche Wohnviertel unter Feuer genommen.

4 Meldungen im Zusammenhang
«Aleppo brennt», fügte er hinzu. Nach ersten Schätzungen sollen mindestens 50 Menschen im Trommelfeuer der Geschütze der Assad-Armee ums Leben gekommen sein.

Aleppo, eine strategisch wichtige Handelsmetropole nahe der Grenze zur Türkei, ist seit eineinhalb Monaten zwischen Regimetruppen und Aufständischen umkämpft. Vertreter hatten zuletzt mehrfach behauptet, dass die syrische Armee den Widerstand der Rebellen in der Millionenstadt bald brechen werde.

Angesichts der prekären Lage für die Zivilbevölkerung versuchten auch am Mittwoch wieder zahlreiche Menschen Syrien zu verlassen. An der Grenze zur Türkei stauten sich tausende Flüchtlinge.

Allein beim Grenzübergang nahe der türkischen Provinzhauptstadt Kilis harrten auf der syrischen Seite etwa 4000 Menschen aus, viele unter freiem Himmel, sagte ein syrischer Aktivist dort. Türkische Hilfsorganisationen versorgten die Menschen mit Lebensmitteln und organisierten für Kranke und Verletzte eine Einreise in die Türkei.

«Die Lage ist miserabel», sagte der Aktivist: «Wir glauben, dass mit dieser Situation auch der Druck zur Schaffung einer Schutzzone in Syrien erhöht werden soll.» Die Türkei hat bisher mehr als 80'000 Flüchtlinge aufgenommen.

Nichts Neues aus Peking

An der diplomatischen Front blieb alles beim Alten. Bei ihrem Besuch in Peking konnte US-Aussenministerin Hillary Clinton keine Annäherung im Streit um den Umgang mit dem Konflikt in Syrien feststellen.

Die Geschichte werde zeigen, dass China in der Syrien-Frage angemessen handle, sagte der chinesische Aussenminister Yang Jiechi auf einer Medienkonferenz mit Clinton. China gehe es um die Interessen des syrischen Volkes.

Clinton forderte dagegen mehr Rückhalt für den UNO-Sicherheitsrat. «Es ist kein Geheimnis, dass wir enttäuscht sind von den Entscheidungen Russlands und Chinas, schärfere Sanktionen des Sicherheitsrats zu blockieren», sagte sie. Man hoffe jedoch, einen Weg nach vorn zur Beendigung der Gewalt in Syrien zu finden.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Aleppo - In der umkämpften syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo ist eine wichtige Wasserleitung zerstört worden. ... mehr lesen
Die Hälfte Aleppos sei von Trinkwasser abgeschnitten. (Archivbild)
Der «konfrontative Schritt» trage nicht zur Lösung bei, sagte Sergej Lawrow. (Archivbild)
Wladiwostok - Im Syrienkonflikt hat Russlands Aussenminister Sergej Lawrow die geplante Bildung einer Übergangsregierung ... mehr lesen
Genf - Syriens Präsident Baschar al-Assad hat Erleichterungen für die Arbeit von Helfern des Internationalen Roten Kreuzes ... mehr lesen
Assad hat zugestimmt, dass es nötig ist, die humanitäre Hilfe in Syrien dringend zu verstärken. (Archivbild)
Hunderte Soldaten seien mit 200 Panzern ausgerückt. (Archivbild)
Damaskus - Der russische Präsident Wladimir Putin hält am syrischen Machthaber ... mehr lesen
Die libanesische Hisbollah-Miliz bekannte sich zu dem ...
Bekenntnis der Hisbollah-Miliz  Beirut - An Israels Grenze zum Libanon ist es zu heftigen Feuergefechten gekommen. Nach israelischen Medienberichten wurden mehrere Soldaten verletzt, als ein Militärfahrzeug von einer Panzerabwehrrakete getroffen wurde. Daraufhin feuerten die israelischen Streitkräfte mehrere Geschosse auf libanesisches Gebiet ab. 1
Expertenbericht wirft Israel humanitäres Versagen im Gaza-Krieg vor Jerusalem - Eine internationale Ärztegruppe wirft Israel schwere humanitäre ... 1
Vorwürfe von Experten.
Said Ra'ad al-Hussein betonte, friedliche Proteste seien ein Menschenrecht.
UNO: Umstände des Todes von Abu Ain «verstörend» Genf - Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte Said Ra'ad al-Hussein hat die Umstände des Todes des ranghohen ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2730
    Die... Juden werden aus Europa auswandern und sich nicht ein zweites mal ... heute 15:10
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2730
    Um... ganz Israel herrscht Unruhe, Krieg und religiöser Hass ... heute 14:36
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Glauben sie das wirklich, Kubra? Mein Glaube an die Dummheit ist grenzenlos. und so kann es doch gut ... heute 09:48
  • kubra aus Berlin 3192
    Wir? Sie meinen die russischen Propagandisten aus Petersburg oder was? Wohl kaum. Die ... heute 00:47
  • kubra aus Berlin 3192
    Immer bevor Putin seine Soldaten in die Offensive schickt, lässt er einen ... heute 00:29
  • thomy aus Bern 4197
    Kassandra, ja ich teile Ihre Ansichten! Ich wollte nicht, dass der Eindruck entsteht, dass ich Muslime nicht ... gestern 22:14
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Nicht alle Muslime sind Extremisten und nicht alle Extremisten sind Muslime. In Ruanda ... gestern 18:35
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2730
    Es... war die Gülen-Bewegung, die vor einigenJahren mit ihren Staatsanwälten, ... gestern 18:16
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich -4°C -1°C leicht bewölkt bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall
Basel -4°C 1°C leicht bewölkt bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall
St.Gallen -2°C 1°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Bern -5°C 2°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Luzern -3°C 2°C leicht bewölkt bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf -4°C 3°C leicht bewölkt bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Lugano 2°C 7°C bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten