Regierungszufriedenheit hat zugenommen
publiziert: Donnerstag, 8. Jul 2004 / 08:00 Uhr

Bern - Nach der neusten UNIVOX-Erhebung der gfs-zürich hat die Zufriedenheit mit der Regierung seit der neuen Zusammensetzung des Bundesrats zugenommen. Die Forderung nach einer Volkswahl des Bundesrats wird weniger stark unterstützt als früher.

Die neue Zauberformel hat bei der Bevölkerung Anklang gefunden.
Die neue Zauberformel hat bei der Bevölkerung Anklang gefunden.
Während 1998 nur 28 Prozent der Befragten der Regierung ein gutes Zeugnis ausstellten, sind es in diesem Jahr 38 Prozent. Diese Zunahme wird nicht zuletzt auf die neue Zusammensetzung des Bundesrats zurückgeführt.

Der Anteil Unzufriedener hat nämlich vor allem bei der SVP-Anhängerschaft abgenommen. Trotzdem sind die SVP-Anhänger auch in diesem Jahr weitaus stärker als andere der Meinung, im Bundeshaus werde sowieso immer gegen das Volk entschieden. Über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg zuversichtlich wird die Problemlösungskapazität des Staates beurteilt - ungeachtet der Dringlichkeit, die einem Problem zugeordnet wird.

Weniger Unterstützung für Volkswahl des Bundesrats

Die Volkswahl des Bundesrats wird in diesem Jahr von allen Befragten mit 49 Prozent weniger stark unterstützt als bei einer Befragung im Jahre 1993 mit 59 Prozent.

Die SVP-Anhängerschaft forderte ihrerseits vor fünf Jahren - als Folge der Nichtwahl von Christoph Blochers - zu 72 Prozent eine Volkswahl; nach Blochers Einzug in die Regierung sind es noch 53 Prozent.

Dass mindestens drei der sieben Bundesräte Frauen sein sollten, finden in diesem Jahr 55 Prozent. Im Jahr 2000 waren es 49 Prozent, 1993 47 Prozent. Zwei Drittel der Befragten sind im übrigen für die Beibehaltung einer Allparteienregierung. Nur 19 Prozent wünschen sich hier Reformen, sei es eine erweiterte oder eine weniger breite Regierung.

Polarisierung des Parteiensystems

Ein weiterer Teil der Untersuchung beschäftigte sich mit der ideologischen Positionierung der Parteien durch die Befragten. Ein Vergleich mit den letzten neun Jahren Jahren zeigt, dass sich die beiden Flügelparteien SP und SVP weiter voneinander entfernt und damit zur Polarisierung des Parteiensystems beigetragen haben.

Die Befragten wurden ferner gebeten, für zehn verschiedene Politikfelder diejenige Partei zu nennen, welche sie für die sachkundigste und kompetenteste im betreffenden Bereich halten. Der SP wird zum Beispiel auch ausserhalb ihrer Anhängerschaft eine hohe Kompetenz in der Sozialpolitik und bei Frauenfragen zugestanden. Insgesamt wurde die SP in fünf der zehn Bereiche als sachverständigste Partei genannt. Die Grünen gelten nach wie vor als Umweltpartei.

Neues Kompetenzprofil der SVP

Die SVP wurde früher vor allem als Partei für Landwirtschaftsfragen wahrgenommen. Heute wird ihr vor allem in Flüchtlingsfragen sowie in der Militär-, Wirtschafts- und Finanzpolitk Kompetenz zugesprochen.

In der Wirtschafts- und Finanzpolitik hält allerdings nach wie vor die FDP die Führung. Den Freisinnigen wird zudem auch in Fragen der Europa-Politik eine besonders hohe Kompetenz zugeordnet. Keine eigentlichen Domnänen werden bei der CVP ausgemacht. Insgesamt wird die CVP von ihrer eigenen Anhängerschaft nur in drei der zehn Bereiche am häufigsten als kompetenteste Partei genannt.

(fest/sda)

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