Grünes Licht
Regime spricht sich für Waffenstillstand aus
publiziert: Dienstag, 23. Feb 2016 / 12:45 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Feb 2016 / 14:21 Uhr
Syrien soll für eine Zeit lang zur Ruhe kommen.
Syrien soll für eine Zeit lang zur Ruhe kommen.

Damaskus - Das syrische Regime hat den von den USA und Russland vereinbarten Waffenstillstand akzeptiert. Das meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Dienstag unter Berufung auf das Aussenministerium in Damaskus.

8 Meldungen im Zusammenhang
Die Annahme erfolge auf der Grundlage, dass der Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), den syrischen Al-Kaida-Ableger sowie andere mit diesen Gruppen verbundene Terrororganisationen weitergehen werde.

Mit Russland werde jetzt abgesprochen, für welche Gruppen und Gebiete die Vereinbarung gelten solle, erklärte die Regierung. Es sei wichtig, die Grenzen zu schliessen und den Nachschub aus dem Ausland für die bewaffneten Aufständischen zu stoppen.

Zudem müsse verhindert werden, dass diese Organisationen ihre Kampfkraft steigerten und sich umgruppierten. Sollte dies nicht gelingen, könne die Vereinbarung scheitern.

Opposition stellt Bedingungen

Die USA und Russland hatten sich am Montagabend auf einen Waffenstillstand geeinigt, der am Samstag Mitternacht (26. Februar 23 Uhr MEZ) beginnen soll. Alle Konfliktparteien sollten bis Freitagmittag erklären, ob sie die Bedingungen annehmen.

Die Waffenruhe soll den Weg ebnen für die Wiederaufnahme der Anfang Februar ausgesetzten Genfer Friedensgespräche. Ausgenommen von der Feuerpause sind die Terrormiliz IS und die Al-Nusra-Front, syrischer Al-Kaida-Ableger. Syrien und sein Verbündeter Russland betrachten allerdings noch andere Rebellenmilizen als Terrororganisationen.

Die Opposition hatte zuvor erklärt, grundsätzlich für eine Waffenruhe zu sein. Es müsse aber unter anderem garantiert sein, dass Belagerungen in Syrien aufgehoben, Bombardements von Zivilisten eingestellt und Hilfslieferungen ermöglicht werden, teilte das Oberste Verhandlungskomitee (HNC) der Regimegegner mit.

Türkei «nicht optimistisch»

Die türkische Regierung äusserte ihre Zweifel an der Durchsetzbarkeit der geplanten Waffenruhe im Nachbarland. «Wir sind nicht optimistisch», sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu dem arabischen Fernsehsender Al-Dschasira. Er unterstrich zugleich, die Türkei behalte sich Vergeltungsschläge in Syrien wegen des Anschlags in Ankara vergangene Woche vor.

Davutoglu sagte, bisher seien alle diplomatischen Bemühungen um eine Lösung des Syrien-Konflikts von der syrischen Regierung, von Russland und dem Iran als Gelegenheit für neues Blutvergiessen missbraucht worden. Auch für die Unterbrechung der Friedensverhandlungen in Genf seien die Regierung in Damaskus und ihre Verbündeten verantwortlich gewesen.

Die türkische Regierung macht weiter die syrische Kurdenmiliz YPG für den Anschlag von Ankara verantwortlich, bei dem 28 Menschen getötet wurden. In dem Al-Dschasira-Interview sagte Davutoglu, die YPG erhalte Hilfe von Russland und der syrischen Regierung.

«Das war ein Terroranschlag, der vom Regime unterstützt wurde», sagte der türkische Ministerpräsident über das Attentat in der Hauptstadt. «Wir wissen, wie und wann wir eine Antwort geben werden», fügte er hinzu. Wenn es so weit sei, werde jeder sehen, «dass die Türkei jeden Angriff und jede Herausforderung beantworten kann».

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau - Die Waffenruhe in Syrien ist nach Angaben in den letzten 24 Stunden neunmal gebrochen worden. Das gab das ... mehr lesen
Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) wurden am Sonntagmorgen mehrere Dörfer im Norden und im Zentrum Syriens aus der Luft angegriffen. (Symbolbild)
Damaskus - Wenige Stunden vor der geplanten Feuerpause in Syrien haben das russische und das syrische Militär ihre Angriffe ... mehr lesen
Genf - Kurz vor dem geplanten Beginn einer Waffenruhe in Syrien bereiten UNO-Vertreter die nächsten Schritte vor: Der ... mehr lesen
Am Freitagabend soll ein Termin für neue Friedensgespräche bekanntgegeben werden.
Der russisch-amerikanische Plan sieht vor, die Waffen ab Samstag in Syrien schweigen zu lassen.
Beirut - Nach der syrischen Regierung hat auch die wichtigste Oppositionsgruppe ihre Zustimmung zu einer geplanten ... mehr lesen
Lima - Angesichts der geplanten Waffenruhe in Syrien haben die USA, ... mehr lesen
Obama telefonierte mit Merkel, Cameron und Hollande.
Weitere Artikel im Zusammenhang
In Homs starben den Menschenrechtsbeobachtern zufolge 64 Menschen, als in dem vor allem von der religiösen Minderheit der Alawiten bewohnten Stadtteil Sahraa zwei Autobomben explodierten. (Archivbild)
Damaskus/Moskau/Washington - Die USA und Russland haben sich auf die Bedingungen für eine Feuerpause im ... mehr lesen
Amman - Im Ringen um eine Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien gibt es eine ... mehr lesen 3
In einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow sei «eine vorläufige Einigung über die Bedingungen für eine Einstellung der Kampfhandlungen» erzielt worden, sagte US-Aussenminister Kerry am Sonntag. (Archivbild)
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.
Humanitäre Hilfe  Istanbul - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die geringe Teilnahme reicher Industriestaaten am ersten Weltnothilfegipfel in Istanbul kritisiert. Es sei enttäuschend, dass einige Weltführer nicht dabei gewesen seien, vor allem von den G7-Staaten, sagte er am Dienstag. 
UNO-Nothilfegipfel will Versorgung in Krisengebieten verbessern Istanbul - Beim ersten Weltnothilfegipfel wollen die Vereinten Nationen die Versorgung ...
Zum zweitägigen Weltnothilfegipfel werden 6000 Vertreter von Staaten und Organisationen erwartet.
Spielt Netanjahu auf Zeit?  Jerusalem - Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah hat das Drängen Israels auf ...  
Rami Hamdallah hat das Drängen Israels zurückgewiesen. (Archivbild)
Israels Verteidigungsminister wirft alles hin Jerusalem - Wegen eines Streits mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ...
Israelische Luftwaffe greift Hamas an Gaza - Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Donnerstag Stellungen der ...
Israel riegelt Gazastreifen und Westjordanland ab Jerusalem - Aus Angst vor Anschlägen zum jüdischen Osterfest, dem ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    Der... Grund für die Misere liegt ganz woanders und ist im Prinzip sehr ... heute 11:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    "Flüchtlingslager-Räumung" Gut für die Einwohner von Idomeni, die nun bald ihr Leben, ihre ... heute 10:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1760
    Im letzten Moment die Kurve gekriegt! Den Oesterreichern herzlichen Glückwunsch! Unter den Rechten gehts ... gestern 18:01
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    R. Erdogans... Berater Burhan Kuzu sandte bereits am 10. 5. 2016 eine Drohung gen EU, ... gestern 17:21
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    In... Syrien gibt es einen Krieg im Krieg. Es herrscht in Syrien schon lange ... gestern 15:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    Das... war nur eine weitere Gelegenheit für Herrn A. Mazyek, sich wichtig zu ... gestern 14:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    Wenn... die Türkei sich nicht an die Abmachungen hält, gibt es keine ... gestern 11:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    Dieses... Wahlergebnis spiegelt vor allem die in fast allen westlichen ... gestern 10:39
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 9°C 14°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 10°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 7°C 11°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 7°C 14°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 8°C 14°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 8°C 16°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Lugano 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten